Monatspass

Die größten Buchhändler

Marktführer, regionale Ketten, lokale Größen und Fachbuch-Spezialisten: Zum 28. Mal präsentiert buchreport eine Marktführer-Dokumentation. Nr. 1 ist (überraschungsfrei) Amazon.

buchreport hat erneut die Buchhandelslandschaft vermessen (Grafik: buchreport).

Es ist das Bild einer reifen Branche. Die Geschäfte der großen und mittleren Unternehmen des deutschsprachigen Buchhandels spiegeln mit kleinen Zuwächsen und Rückgängen die im Schnitt zuletzt leidlich stabile Branchenentwicklung wider. Überdurchschnittliche Abweichungen sind Akquisitionen oder Port­foliobereinigungen geschuldet.

Die Filialisten haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100.000 qm Buchhandelsfläche aufgegeben. Mittlerweile nutzen sie wieder die eine oder andere Gelegenheit zu Übernahmen, nehmen aber auch weiter alle Möglichkeit wahr, sich bei auslaufenden Verträgen von zu großen, sonstwie nicht sonderlich rentablen oder auch perspektivisch kritischen Flächen zu trennen: Hugendubels geplanter Rückzug aus Göttingen und Bochum fällt aktuell darunter, ein anderes Beispiel ist der Verkleinerungsumzug der Mayerschen in Essen.

Die stationäre Präsenz wird bescheidener, das hatte bereits der „Filialatlas“ (im buchreport.magazin 11/2016) deutlich gemacht. Die Läden werden im Durchschnitt kleiner, die Zahl der Großflächen (ab 1000 qm) geht zurück. Unterdessen legen die Online-Shops zu, allerdings längst nicht so dynamisch wie in anderen Handelsbranchen. Aber die haben auch deutlich später angefangen als das E-Commerce-Pioniersegment Bücher . ..

Buchhändler in 5 Kategorien

Die größten Buchhandlungen – im buchreport.magazin 3/2017
Das neue buchreport.magazin März/2017 mit der Analyse der größten Buchhandlungen ist erschienen und steht für Abonnenten von buchreport.digital im E-Paper-Archiv zur Verfügung. Die gedruckte Ausgabe können Sie hier bestellen.

Zum 28. Mal hat buchreport angesetzt, um große und größte Branchenunternehmen zu identifizieren und einzuordnen. Nach 24 Jahren eines klassischen Umsatzrankings des stationären Buchhandels wird diese Übersicht und Unternehmensdokumentation seit 2014 stärker strukturiert. Das trägt der immer weiter fortgeschrittenen Ausdifferenzierung nach buchhändlerischen Vertriebsformen und Geschäftsmodellen Rechnung, auch wenn der Umsatz weiterhin die wichtigste Kennzahl für die Aufnahme in das Panorama der größten Buchhandlungen bleibt.

Die 36 erfassten Buchhandelsunternehmens sind in 5 Kategorien sortiert:

  • Die Marktführer sind mindestens deutschlandweit und (mit Ausnahme von Hugendubel) auch im gesamten deutschsprachigen Raum aktiv. Darunter ist der – anders als in den USA – bisher noch nicht stationär, sondern ausschließlich über Internet-Plattformen vermarktende Online-Riese Amazon, der seit Jahren die Nr. 1 im Buchvertrieb darstellt. Hinzu kommen die überregionalen Multichannel-Buchketten Thalia, Hugendubel und das nach der Insolvenz von 2014 wieder wachsende neue Weltbild-Unternehmen, das neben seinen Filialen auch die Tradition der klassischen Katalogwerbung fortsetzt.
  • Die Regionalfilialisten werden angeführt von der NRW-Kette Mayersche. Osiander, Rupprecht und Pustet haben ihr Terrain in Süddeutschland abgesteckt, Heymann und Decius im Norden, Lüthy Balmer Stocker in der Schweiz, die Morawa-Gruppe in Österreich. Hinzu kommen einige weitere regional verzweigte Buchhandelsunternehmen.
  • Die großen Solisten, die an einem Standort marktführend aufgestellt sind und bestenfalls mit wenigen Ablegern im Nahbereich Präsenz zeigen, heißen Dussmann in Berlin, Wittwer in Stuttgart, Rombach in Freiburg, Graff in Braunschweig, Reuffel in Koblenz und Bider+Tanner in Basel.
  • Die Medienhändler führen Bücher als nicht dominierendes Angebot wie die Medienketten Ex Libris (Schweiz) und Libro (Österreich). Auch für den Bahnhofsbuchhandel, dessen Hauptgeschäft der Presseverkauf ist, sind Bücher ein wichtiges Teilsortiment.
  • Die Fachinformationsmittler bedienen ihr professionelles Klientel – Bibliotheken, Anwaltskanzleien, Unternehmen – immer häufiger in digitaler Form. Unter starkem Veränderungsdruck steht derzeit die staatlich finanzierte Wissenschaftskommunikation.

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