Kanada kommt 2020 als Ehrengast an den Main

Internationaler Brückenschlag und Premiere: Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, und Mélanie Joly, Ministerin für das Kulturerbe Kanadas, haben gestern den Vertrag für den Ehrengastauftritt Kanadas auf der Frankfurter Buchmesse 2020 unterschrieben. Die Präsentation in Frankfurt ist Kanadas erstes internationales Großprojekt, das von englisch- und französischsprachigen Verlegern und Autoren gemeinsam getragen wird.

Die Zweisprachigkeit des Landes wird zentrales Element des Auftritts. Wie die Buchmesse mitteilt, werden Schriftsteller aus beiden Sprachräumen sowie literarische Vertreter der indigenen Völker Kanadas nach Frankfurt kommen. Eine zentrale Rolle bei der Organisation wird das Frankfurt Book Fair 2020 Committee spielen. Unter diesem Dach versammeln sich kanadische Buchverlage, der englischsprachige kanadische Verlegerverband (ACP) und die Association nationale des éditeurs de livres (ANEL). Es Unterstützt wird das Frankfurt Book Fair 2020 Committee von den Institutionen Livres Canada Books und Québec Edition. 

Der Buchmarkt in Kanada im Überblick:

  • Die Zahl der kanadischen Verleger hat sich in den letzten 25 Jahren verdreifacht: 1.500 kanadische Verlage, darunter zahlreiche unabhängige Verlagshäuser, produzieren und vertreiben etwa 80% der in Kanada geschriebenen Bücher.
  • Dabei wird 95% des Gesamtumsatzes mit Verlagserzeugnissen von 300 Verlagshäusern generiert. Die kanadische Verlagsindustrie produziert jährlich 10.000 Titel von kanadischen Autoren.
  • 64,6% des Gesamtumsatzes mit Büchern und E-Books wird in der Provinz Ontario (englischsprachig) erwirtschaftet, während in Québec (französischsprachig) 29,9% des Umsatzes generiert wird.
  • Im Jahr 2010 wurden 77,8% des Gesamtumsatzes mit englischsprachigen Büchern erwirtschaftet, während 22,2% des Umsatzes auf Titel in französischer Sprache entfielen.
  • E-Books machen etwa 17% der verkauften Bücher aus. Bei den meisten Verlagen liegt der Anteil der E-Books bei 20% ihres Umsatzes. Im Jahr 2014 hatten 93% der Verlage E-Books im Angebot, und ungefähr die Hälfte davon stellte 50% ihrer Gesamttitel als E-Book zur Verfügung.

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