Papier bleibt die erste Wahl

Auch wenn viele Verlage im Bestsellerbereich von E-Book-Anteilen um die 20% sprechen: Beim Blick auf den Gesamtmarkt spielt das digitale Lesen noch eine geringe Rolle. Dies zeigen auch die Zahlen des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Marktforscher haben in der AWA 2013 u.a. ermittelt, wie viele Deutsche einen E-Reader besitzen und wie die Bevölkerung zum digitalen Lesen steht. 
Die branchenrelevanten Ergebnisse der Studie (hier im Original): 
  • 3,3% der Deutschen (hochgerechnet 2,35 Mio) lesen zumindest gelegentlich Bücher auf elektronischen Geräten. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es nur 2,6%. Der Hightech-Verband Bitkom hatte im Oktober noch von deutlich höheren Zahlen gesprochen.
  • Mehr als zwei Drittel lesen längere Texte lieber auf Papier. 21,7% lesen genauso gerne auf dem Bildschirm wie auf Papier.
  • Hochgerechnet 3,66 Mio Deutsche (5,2%) besitzen nach eigenen Angaben einen E-Reader. 3,5% möchten sich demnächst einen E-Reader kaufen. In der Vorjahresstudie wurde diese Frage noch nicht gestellt. 
  • 6% bzw. 4,22 Mio haben in den vergangenen 12 Monaten ein E-Book gekauft. 
  • Die Zahl der Buchkäufer hat leicht zugenommen: Während 2012 noch 58,4% der Befragten angaben, in den vergangenen zwölf Monaten ein Buch gelesen zu haben, sind es aktuell 59,1%.
  • Dagegen sind die Hörbuch-Käufer leicht zurückgegangen: Von 7,7% auf 7,4%. 
Für die Studie wurden bundesweit rund 25.000 Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren. 

Mehr zum Thema im kommenden buchreport.express 28/2013 (hier zu bestellen).

Kommentare

4 Kommentare zu "Papier bleibt die erste Wahl"

  1. Nicht jeder der letztes Jahr ein Buch gelesen hat, muss dieses auch gekauft haben. Bücher sind doch immer noch beliebte Geschenke, daher finde ich die vorletzte Aussage etwas schwammig. 😉

    • Manuel Bonik | 9. Juli 2013 um 11:35 | Antworten

      „Geschenke“ ist sehr hübsch gesagt. Die meisten Ebooks, die in Deutschland gelesen werden, stammen aus Piratenquellen. Und da den hiesigen Verlagen und dem BV seit Jahren dazu keine andere Strategie als Aussitzen und Jammern einfällt, wird sich daran auch nichts ändern.

  2. Jeder Besitzer eines Ebook-Reader hat also im letzten Jahr 1,15 Titel gekauft.

    Muss ein dickes Buch sein. Vielleicht ein sehr gutes Buch sein, das zwei oder drei Mal gelesen wird. Nicht zu vergessen: Die 1,15 Titel vom letzten Jahr. 2,30 Titel – das hört sich schon besser an!

    Ach ja, die copyrightfreien Titel nicht zu vergessen: ‚Tod in Venedig‘, ‚Der Hungerpastor‘, ‚Irrungen und Wirrungen‘ …

  3. ,,,,das ist doch schon lange sichtbar! Es fehlte leider über Jahre hinweg ein begleitendes Marketing. Nur die Kombination von Papier und EBook befriedigt die Sinne der buchaffinen Käufer und den variablen Gedanken der EBook-Leser.

    book23

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