Junger Markt mit vielen illegalen Downloads

Nachdem die Pirateriestudie des Börsenvereins besonders hinsichtlich der Einstufung illegaler Medieninhalte für Kritik gesorgt hat (hier und hier beispielsweise), stellt der Verband die Klassifizierung klar. Bei Tauschbörsen und Sharehosterangeboten überwiege deutlich das Angebot an urheberrechtlich geschützten Werken. Deshalb könne man davon ausgehen, dass E-Books über diese Kanäle in der Regel illegal verbreitet werden.  

Die Klarstellung im Wortlaut:

In der Auswertung der DCN-Studie wurden als illegal nur die Downloads der folgenden Kategorie bezeichnet (hier die genaue Formulierung im Fragebogen): „…kostenlos von Tauschbörsen / ftp-Servern / Newsgroup Services / Peer-to-Peer Netzwerken / Sharehostern / Blogs heruntergeladen.“

Dass es sich bei diesen Quellen um fast ausschließlich illegalen Content handelt, ergibt sich daraus, dass die von den Auftraggebern vertretenen Mitglieder ihre Produkte über diese Kanäle nicht veröffentlichen.

Ein Click in die einschlägigen Tauschbörsen oder Sharehosterangebote zeigt, dass es sich in der Regel um kommerzielle Verlagsprodukte und nicht um gemeinfreie Werke handelt. Allein auf dem derzeit aktuell angesagten Sharehoster für E-Books, library.nu, finden Sie 400.000 urheberrechtlich geschützte Werke.  Bei Rapidshare ist es nicht anders und auch in Peer to Peer Tauschbörsen wie eDonky, Gnutella, e-Mule etc. überwiegt deutlich das Angebot an urheberrechtlich geschützten Werken.  Deshalb kann man davon ausgehen, dass E-Books über diese Kanäle in der Regel illegal verbreitet werden.

Folgende Antwortoptionen wurden als legal eingeordnet:


…kostenpflichtige Downloadplattformen


…kostenlos von Homepages von Künstlern/ Bands/ Autoren/ Plattenfirmen/ Verlagen/ Radio-/ Fernsehsendern/ Zeitungen/ Zeitschriften/ Werbeaktion heruntergeladen (dazu gehört auch ein „Projekt Gutenberg“)


…kostenlos von Web 2.0 Plattformen / Videoplattformen (z. B. YouTube, clipfish) heruntergeladen

Grund für diese Vorgehensweise: Um sozial erwünschte Antworten auszuschließen, ist es unabdingbar, hier Gruppierungen vorzunehmen, um dem Konsumenten die Beantwortung des Fragebogens zu ermöglichen und ihn nicht zu fragen, ob er sich illegal oder legal verhält.

Für uns war insbesondere interessant, dass in einem relativ jungen Markt, der von Anfang an ein digitales Angebot präsentiert hat, relativ viele E-Books illegal heruntergeladen werden. Zudem laden die, die illegal herunterladen, im Durchschnitt sehr viel mehr Bücher herunter, als die, die Bücher legal herunterladen.
 
Für uns war außerdem interessant, dass viele Befragte glauben, Warnhinweise würden abschreckend wirken.

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