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Buchhandel
Dienstag, 04. September 2012 (07:30 Uhr)


Rainer Uebelhöde über die Perspektiven von Thalia

Vor tiefen Schnitten

Vom Primus zur „Giftpille“: Während viele Zeichen darauf deuten, dass Douglas kurz vor der Übernahme durch den US-Investor Advent International steht (hier mehr), macht der Buchhandelsriese Thalia Schlagzeilen als Sorgenkind des Lifestyle-Konzerns. Ob Douglas von dem Private-Equity-Haus geschluckt wird, das hierzulande u.a. in die Modekette Takko, den Schreibwarenhersteller Herlitz und die Median-Kliniken investiert hat, werden die nächsten Wochen zeigen. Kein Zweifel besteht daran, dass bei der Sanierung der extrem unter Druck stehenden Buchsparte so oder so ein schärferes Tempo eingelegt werden muss.

Die Thalia-Belegschaft steht vor schweren Zeiten: Da der Plan „Kompensation durch forcierte Multichannel-Strategie“ bislang nicht aufgegangen ist und sich auch keine Trendwende abzeichnet  – die Rückgänge im stationären Handel können bislang nicht wie erhofft mit Zuwächsen im Online-Geschäft aufgefangen werden –, bleibt dem Konzern am Ende nur die Option, im vorhandenen Filialnetz viel tiefere Einschnitte vorzunehmen, als bislang kommuniziert wurde. Wird der Deal mit den Amerikanern tatsächlich abgeschlossen, kommt ein neuer Herr mit eisernem Besen ins Haus. Advent gilt als Investor, der knallhart durchgreift, wenn ein Unternehmen nicht die erwarteten Resultate liefert.

Die Buchfläche in der Handelslandschaft – sie verringert sich auch durch die parallel laufenden Rückbaumaßnahmen anderer Filialisten – wird zwangsläufig weiter schrumpfen. Keine ermutigende Nachricht für die Branche, die sich derzeit für die entscheidende Phase des Jahres warmläuft. 

aus: buchreport.express 35/2012



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