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Kanada sucht den Anschluss

Der kanadische E-Book-Spezialist Kobo versucht den Abstand zum Kindle-Portfolio von Amazon zu verringern und erweitert sein Angebot um einen Zeitschriften-Kiosk, einen Shop speziell für Kinder und neue Lesegeräte. 
Details zum neuen Zeitschriftenangebot:
  • Ab September bietet Kobo erstmals digitale Zeitschriften an, aus den Bereichen Mode, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie.
  • Der Zeitungskiosk ist zunächst nur in Nordamerika verfügbar. Später sollen auch weitere Länder erschlossen werden.
  • Zum Start hat Kobo Verträge mit führenden Zeitschriftenverlegern wie Conde Nast („Vogue“, „New Yorker“, „Wired“), Hearst Corporation („Cosmopoliton“, „San Francisco Chronicle“), American Media („Globe“, „Sun“, „The National Enquirer“), Mansueto („Inc“, „Fast Company“), Bauer Publishing Group („FHM„), , Mondadori („Grazia“), Rogers Publishing Limited („Canadian Business“) und Reader’s Digest („Reader’s Digest“) geschlossen.
  • Die digitalen Zeitschriften seien speziell für das Lesen auf Tablets zugeschnitten (über die iOS- und Android-Apps oder die Kobo-Tablets), meldet das Unternehmen. Schwenk- und Zoombewegungen gehörten der Vergangenheit an. Stattdessen komme eine „One-Tap-Bedienoberfläche zum Einsatz, die auf intelligtente Weise von einer Textspalte zur nächsten springt“. Werkzeugleisten seien nicht mehr erforderlich, so dass auch die Bedienoberfläche klarer und übersichtlicher sei. 
Details zum Kids-Store:
  • In Kürze stellt Kobo auch eigene Benutzerkonten für Kinder und Jugendliche bereit. Die Botschaft: So können Eltern ihr Tablet unbesorgt aus der Hand geben können.
  • Die Auswahl an Kinderbüchern wurde auf knapp 100.000 Titel erweitert, darunter auch um „Greg’s Tagebuch“ und „Die Tribute von Panem 2 – Catching Fire“. 
  • Eltern können festlegen, wieviel Geld ihre Kinder höchstens für neue Apps und Inhalte ausgeben dürfen, eine Vorauswahl an E-Books treffen und die Sucheinstellungen anpassen.
  • Außerdem können die Eltern Leseziele für Kinder festlegen und den Fortschritt der Kinder an Statistiken ablesen.
  • Damit biete Kobo Kindern ein „pädagisch wertvolles, unterhaltsames und leicht zugängliches Erlebnis“.
  • Das Angebot ist zunächst nur in Nordamerika, Großbritannien, Frankreich und Italien verfügbar. Später sollen auch weitere Länder erschlossen werden.

Zum Weihnachtsgeschäft präsentiert Kobo außerdem drei neue Tablets und einen neuen E-Reader. Details:
  • Der ab Oktober erhältliche „Kobo Aura“ ist als günstige Alternative für den Luxus-Reader „Aura HDgedacht. Der E-Reader mit 6-Zoll-Display und integriertem Leselicht ist ab dem 16. September verfügbar und soll 149,99 Euro kosten. 
  • Zudem hat Kobo den Kobo Arc 7 präsentiert, der ab Oktober für 149,99 Euro angeboten wird. Das Tablet hat ein 7-Zoll-Display und ist etwas schmaler und leichter als sein Vorgänger
  • Außerdem bietet Kobo mit dem Kobo Arc HD ein neues hochauflösendes Tablet an, das mit einem 7-Zoll- bzw. einem 10-Zoll-Display aufwartet und über einen Speicher von 16 GB oder 32 GB verfügt. Das Gerät wird für 199,99 Euro (7 Zoll, 16 GB), 249,99 Euro (7 Zoll, 32 GB) bzw. 379,99 Euro (10 Zoll, 16 GB) angeboten.

Weitere neue Funktionen von Kobo:

  • Mit „Beyond the Book“ sollen die Nutzern mehr über die Leseinhalte erfahren können. „Beyond the Book“ hebt Schlüsselbegriffe im E-Book hervor und verweist den Leser auf Textsammlungen aus dem Internet, die sich näher mit dem Thema befassen. Auch redaktionell aufbereitete Sammlungen von Kobo oder Autoren, Verlegern und Experten sollen angeboten werden.  
  • Kobo kooperiert künftig mit Pocket und stattet alle Tablets und E-Reader mit der Pocket-App aus. So können die Nutzer Web-Inhalte auf ihrem Kobo-Gerät speichern und später lesen. Die Inhalte werden automatisch über alle Geräte synchronisiert (hier mehr).  
  • Ein ungestörtes Leseerlebnis auf Tablets soll ein neuer Lesemodus („Reading Mode“) bieten, über den Pop-up-Fenster oder Benachrichtigungen, die von E-Mail-Diensten, Apps oder sozialen Netzwerken eingehen, aufgeschaltet werden. Außerdem optimiere der Modus die Helligkeitseinstellungen und erhöhe die Akkulaufzeit von Stunden auf Tage.
Ob Kobo damit den Vorsprung zum Konkurrenten Amazon einholt, ist fraglich. Der Online-Riese hat bereits seit dem Start der Kindle-Plattform in Deutschland ein Zeitungs- und Zeitschriftenangebot. Erst vor wenigen Tagen hat das Unternehmen bekannt gegeben, künftig die digitalen und gedruckten Zeitschriften von Conde Nast zu vertreiben. Zudem bietet Amazon bereits  eine Familien-Flatrate an. Im Rahmen von „Kindle FreeTime Unlimited“ können Kinder über das Amazon-eigene Tablet „Kindle Fire“ unbegrenzt auf E-Books, Apps, Games, Filme und TV-Serien zugreifen (hier mehr).

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