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Busch: »Wir gehen voran und suchen Partner«

Unter einem schwachen, zähen Geschäft leidet auch der Marktführer. Großfilialist Thalia arbeitet an neuen Laden- und exklusiven Angebotskonzepten. Bei E-Book und Marketing wirbt CEO Michael Busch aber für Branchenlösungen.

 

Michael Busch (Foto: Thalia)

Michael Busch ist seit 23 Jahren Thalia-Geschäftsführer und kann auf einen entsprechend bewegten beruflichen Werdegang zurückblicken:

  • Aufbau des marktführenden Filialisten im deutschsprachigen Raum
  • Fusionen, große und kleinere Übernahmen zuhauf, mit der Herausforderung das Konglomerat mit einer Marke zu klammern
  • Umschwenken vom Großflächen-Wettrennen zum integrierten Multi- oder Omnichannel-Konzept als Antwort auf den Disruptor Amazon.

Nachdem die ganz großen Verteilungskämpfe in der Branche geschlagen und die Herausforderung zunehmend grundsätzlicherer Natur sind (schwindende Bedeutung des Buches, Leser- und Kundenrückgang), versucht Thalia die Marktführerschaft mit übergreifenden Brancheninitiativen neu zu interpretieren: „Ja, es ist Leadership“, sagt Busch in einem großen buchreport-Interview: „Wir gehen voran und suchen Mitstreiter und Partner.“

 

»Zeit für einen großen Aufschlag«

Busch beschwört den Geist der Tolino-Allianz, mit dem die marktführenden Buchhandelsunternehmen 2012/13 erfolgreich eine E-Reading-Branchenlösung als Gegenpol zu Amazons „Kindle“ etabliert haben. Als zweite branchenoffene E-Book-Plattform forciert Thalia jetzt nach seinem Einstieg als 50%-Gesellschafter das bisher eher vor sich hin dümpelnde Abo-Angebot Skoobe. Drittens präsentiert Busch die Marketing-Kampagne „Welt, bleib wach“ den Wettbewerbern auf dem Silbertablett:

  • Das Konzept sei von vornherein als Branchenkampagne konzipiert.
  • Thalia werde das gesamte Material als „Baukasten“ zur Verfügung stellen.
  • Jeder Buchhändler könne sein eigenes Logo einbauen und damit die von Thalia geplante Fernsehkampagne aufs eigene Geschäft lenken.

Das sei „völlig unproblematisch“, weil die meisten Buchhändler gar keine Thalia-Buchhandlung im direkten Einzugsgebiet hätten. Bei einer Fernsehkampagne gebe es ohnehin immer Streuverluste und mit Einbindung weiterer Buchhändler profitiere die ganze Branche. Busch will den Kollegen auch inhaltlich entgegenkommen: Wenn jemand mit den Werbesprüchen nicht einverstanden sei, zeigt sich Thalia bereit, „eigene Statements in seine Plakate und Werbemittel einzubauen“.

Die Generosität erklärt Busch politisch: Es sei Zeit „für einen großen Aufschlag“ angesichts wachsender Lesemüdigkeit und flacher werdender öffentlicher Diskussionen: „Wir müssen wieder mehr Menschen zum Buch und ans Lesen bringen. Der Kunde ist unsere einzige Chance.“ Gesellschaftspolitischer Anspruch und das Ziel, mehr Bücher zu verkaufen, passten gut zusammen.

 

»Verhindern, dass Thalia selbst Verleger wird«

Im buchreport-Interview erläutert Thalia-Chef Busch auch die vielmona­tige Genese einer neuen Strategie und des gerade an drei Standorten prototypisch installierten neuen Ladenkonzepts, das mit weniger Backlist-Exemplaren auskommen soll.

Busch verteidigt auch den Exklusivanspruch für selbst konzipierte Aktionen: Wenn Thalia einem Verlag fünfstellige Stückzahlen ohne Remissionsrecht abnehme, erwarte man allerdings eine zeitlich begrenzte Exklusivität: „Dieses Modell ist der einfachste Weg, um zu verhindern, dass Thalia wie Amazon selbst Verleger wird.“

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