Frank Urbaniok: Überleben statt überlegen

„Über die Schwächen der menschlichen Vernunft und ihre fatalen Folgen“ lautet der Untertitel von Frank Urbanioks Buch „Darwin schlägt Kant“, das neu auf Platz 5 der Schweizer Bestsellerliste für Sachbücher eingestiegen ist. Von seinem Verlag Orell Füssli wird der Autor als „renommiertester Psychiater der Schweiz“ bezeichnet. Urbaniok, in Deutschland geboren, zog nach dem Studium und ersten Anstellungen 1995 nach Zürich und war von 1997 bis 2018 Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich.

„Dieses Buch wird zu reden geben“, titelte „SRF“ über die Neuerscheinung „Darwin schlägt Kant“ und fasst Urbanioks These zusammen: „Die Vernunft ist ein Produkt der Evolution, in erster Linie eine Überlebenshilfe, kein Instrument der Wahrheitsfindung. Überleben statt überlegen, lautet die Devise.“ Demnach biegen sich die Menschen die Welt zurecht, vereinfachen komplizierte Sachverhalte, blenden unbequeme Wahrheiten aus und denken in Schwarz und Weiß. Im zweiten Teil des Buches macht Urbaniok die Auswirkungen dieser Umstände für das Individuum und die Gesellschaft deutlich, denn populistische und extremistische Kräfte würden mit ihrer Propaganda genau auf diese Schwächen zielen.

Hier geht es zu den aktuellen Bestsellerlisten für Österreich und für die Schweiz (jeweils monatlich aktualisiert).

Kommentare

1 Kommentar zu "Frank Urbaniok: Überleben statt überlegen"

  1. Ralf Müller | 27. September 2020 um 11:57 | Antworten
    Der Kommentar wartet auf Freischaltung.

    …weiß nicht, ob das so geht – bin zwar online, aber mit Facebook, Twitter etc. will ich nix zu tun haben.
    Ralf Müller – erinnerst Du Dich – der Umzug in die Schweiz 1995 – das witzige Treffen damals vorher in der Düsseldorfer Altstadt (war´s das „Einhorn“ ?) mit Peter Luhn (der ist leider verstorben nach langem Kampf und Amputation gegen sein Beinmuskelsarkom).
    Hatte vor längerer Zeit von Mirella von Deiner Erkrankung gehört (zu der leider kein Kontakt mehr, wie viele „Freunde“ abgewendet, weil es mir auch mal längere Zeit gesundheitlich schlecht ging und ich nicht mehr so funktionierte wie gewohnt und erwartet).
    Habe Dich heute, 27.09.2020 in „Sternstunde Philosophie“ in 3 Sat gesehen und danch ein wenig „gegoogelt“ – auch die Dokumentation. Freue mich, dass es Dir wieder besser geht und kann vielleicht mit eigener Krankengeschichte so ein wenig empfinden wie es so ist.
    Fand das Interwiew gut und bin in vielen Aspekten Deiner Meinung – habe mir das Buch bestellt – bin gespannt zu lesen.

    Gruß aus Langenfeld Ralf Müller – Versuch dies zusenden

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