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Themen im April: Osiander und KNV, Bologna und Bahnhofsbuchhandel

Auch Staatssekretär Bernd Sibler (CSU) machte mit: Beim Welttag des Buches las der Politiker in Dingolfing in der Buchhandlung Rupprecht aus dem Titel „Ich schenk dir eine Geschichte – Das Geheimnisvolle Spukhaus“ (cbj) vor. Die Kinderbuchautorin Henriette Wich hat das Welttagsbuch 2017 geschrieben. (Foto: Claudia Goldbrunner/Foto Mautner)

Kurz vor Jahresende blickt buchreport aufs Branchenjahr 2017 zurück. Hier ein Überblick über die Ereignisse im April:

  • 4. April: Paukenschlag im Südwesten der Republik: Der kleine Regionalfilialist Herwig (Göppingen) verkauft an den expansiven großen Regionalfilialisten Osiander. Es ist das klassische Muster der Buchhandelskonzentration. Inhaber Till Herwig hat sich zum Verkauf entschlossen, weil seine Kinder den Stab nicht übernehmen wollen und in den Buchhandlungen sechsstellige Investitionen auf der Agenda stehen.
  • 7. April: Gute Geschäfte, positive Stimmung: Die Kinderbuchmesse in Bologna beflügelt viele Verlage. Bei den Rechtekäufern aus dem Ausland waren insbesondere Stoffe aus dem Bereich Kinderbuch bis 11 Jahre gefragt. Neben Einzeltiteln rückten vor allem Trilogien und Serien in den Blick der Einkäufer. Nach Zensur- und Einfuhrstopp-Gerüchten gab es ein Aufatmen: China bleibt ein verlässlicher Partner.
  • 9. April: Am Kölner Joseph-DuMont-Berufskolleg steht die Zukunft der Buchhandelsfachklasse zur Disposition. Mangels Anmeldungen soll der Ausbildungsstandort Köln wegfallen und in Düsseldorf eine Landesfachklasse für Azubis aus ganz Nordrhein-Westfalen eingerichtet werden. Im Juli kommt die vorläufige Entwarnung: Mit 17 neuen Schülern ist am Kölner Standort die von der Bezirksregierung geforderte Mindestzahl für das kommende Schuljahr erreicht.
  • 13. April: Die KNV-Gruppe will im Revier des Marktführers Books on Demand (BoD) zulegen und rüstet die digitalen Druckkapazitäten in Erfurt auf. Weil bei steigender Titelflut die Auflagen tendenziell kleiner und schwerer kalkulierbar werden, gewinnt die Option Print-on-Demand (PoD) an Gewicht. Credo der PoD-Drucker: PoD ist mittlerweile auch bei Neuauflagen eine Option.
  • 21. April: buchreport analysiert die Osterkonjunktur im Buchhandel. Ergebnis: In der Woche vor Ostern hat von der zusätzlichen Nachfrage überwiegend der stationäre Buchhandel profitiert. Der im 1. Quartal aufgelaufene Umsatzrückstand gegenüber dem Vorjahr wurde aber nur teilweise aufgeholt.
  • 27. April: Mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 462 Mio Euro fuhr der Bahnhofsbuchhandel 2016 ins Plus (1,2% gegenüber Vorjahr), im Kerngeschäft mit Presseerzeugnissen gab es mit 217 Mio Euro (–3%) aber einen Dämpfer. Der Buchbereich landete mit 94 Mio Euro (– 1,3%) leicht im Minus. Convenience und Zusatzsortimente legten hingegen kräftig zu. Wird der Kampf um die Buchflächen am Bahnhof künftig härter?

Hier geht es zur Übersichtsseite des Jahresrückblicks 2017.

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