Michael Wolff unter Beschuss

Am 4. Juni ist bei Rowohlt das neue Enthüllungsbuch „Unter Beschuss“ von Michael Wolff über US-Präsident Donald Trump erschienen. Passend zum Erscheinungstag lässt sich der Journalist Matthias Kolb in der „Süddeutschen Zeitung“ über den Nachfolgetitel von „Feuer und Zorn“ aus (Plus-Inhalt).

Zwar beinhalte das Sachbuch „mitreißende Kapitel, die in Erinnerung rufen, was in Vergessenheit zu geraten“ drohe und auch „alle Zutaten, die ‚Feuer und Zorn’ zum Weltbestseller gemacht haben“. Doch der Faktencheck sei nicht ausführlich genug und Wolff präsentiere „zu viele belanglose Details über Episoden, die völlig zu Recht vergessen sind“. Außerdem berufe Wolff sich nur auf ein Personenregister und gebe keinerlei Quellen an, welche für Sachbücher eigentlich Standard seien. „Unter Beschuss“ sei demnach „ein Buch voller Fehler und Verkürzungen.“ Kolbs Fazit: „Wer Jahr zwei der Trump-Präsidentschaft chronologisch nachlesen will, findet zurzeit kein aktuelleres Werk; nur sollten sich die Leser bewusst sein, wie schlampig Wolff mitunter arbeitet. Ihn interessiert nicht, welch dramatische Folgen Trumps chaotische Art für Millionen Amerikaner hat.“

Das amerikanische Branchenmagazin „Publishers Perspective“ verweist auf Kritiken mit ähnlichem Tenor in den amerikanischen Medien. Durch die Ungenauigkeiten in Wolffs Schilderungen stehe „Unter Beschuss“ laut Journalist Porter Anderson jetzt selbst unter einer Art Beschuss.

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