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Debüt sorgt für Aufsehen in den Niederlanden

Die niederländisch-türkische Autorin Lale Gül sorgt aktuell mit ihrem Erstlingswerk für Aufsehen, nicht nur in den Niederlanden, sondern auch international. In ihrem autobiografisch geprägten Roman „Ik ga leven“ (frei übersetzt „Ich werde leben“) erzählt die 23-Jährige, was es heute für eine junge Frau bedeutet, in einer streng gläubigen Familie und Community in den Niederlanden aufzuwachsen. Sie berichtet über Ver- und Gebote, angefangen von Kleinigkeiten, die bereits die Welt bedeuten können, wie heimlich Make-up zu tragen oder gar Musikhören, über heimliche Treffen mit Jungs oder das Trinken von Alkohol. Damit trifft sie einen Nerv und klettert auf den 1. Platz der niederländischen Bestsellerliste.

Herausgegeben wurde das Debüt von dem niederländischen Verlag Prometheus, der seit jeher dafür bekannt ist, auch schon mal Risiken einzugehen. Doch die Reaktionen auf Güls Buch fielen extrem aus: Bereits kurz nach der Veröffentlichung kam es für die junge Autorin nicht nur zum Bruch mit der eigenen Familie, sie konnte sich zudem vor Hasspostings und Anfeindungen anderer Art, auch durch Gruppierungen aus dem Ausland, kaum noch retten. Sogar Morddrohungen seien dabei gewesen und Lale Gül sieht sich aktuell gezwungen, das öffentliche Leben zu meiden. Mittlerweile hat sich ein Aufgebot von Unterstützern, Schriftstellern und Politkern auf Social Media und mit einem Manifest auf die Seite der jungen Autorin gestellt.

Internationale Bestseller im Blick

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Hier geht es zur monatlich aktualisierten Bestsellerliste für die Niederlande (br+).

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