Kleber kommt bei Steuerfrage ins Stocken

Äh, äh, äh, ein komplexes Thema: Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber ist ins Stocken geraten auf die Frage von Dunja Hayali auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin, ob sich Amazon einen Wettbewerbsvorteil durch Steuervermeidung verschaffe. Man beobachte die Steuerdiskussion, aber mehr könne er dazu wirklich nicht sagen.

Deutscher Handelskongress 2017 (Foto: Management Forum/Joerg Sarbach)

Ansonsten feierte Kleber die Unternehmenskultur, jeden Tag als Day 1 zu begreifen, und vieles auszuprobieren. Mittelständlern empfiehlt er, den von großen Unternehmen (auch Amazon) entwickelten Technologiefortschritt zu nutzen.

Zuvor hatte beim Handelskongress Alexander Birken, Vorstandschef der Otto Group, der Nummer 2 im deutschen Online-Handel, ebenfalls eine Experimentierkultur gefordert: Der Einzelhandel müsse sich komplett neu erfinden. Nicht der stationäre Handel sei gefährdet, sondern die traditionellen Geschäftsmodelle. Die klassische Fußgängerzone sei eine Antwort der 80er Jahre. Es werde einen Technologieschub in den Läden geben.

Kommentare

1 Kommentar zu "Kleber kommt bei Steuerfrage ins Stocken"

  1. Da stimmt unheimlich viel nicht bei Amazon und das Wachstum ist keine Leistung im Sinne von Erfolg. Somit war es ein wichtiger Schritt Ralf Kleber auf der Handelskonferenz auszubuhen. Es wird Zeit, dass Menschen wie Kleber, sozial geächtet werden. Es sind ja nicht nur die Steuern die Amazon nicht bezahlt. Fast alle ausländischen Händler in Deutschland bezahlen keine Umsatzsteuer und haben die deutschen Händler durch diesen unlauteren Wettbewerb stark verdrängt. Dem europäischen Mittelstand wurden die Kredite abgewürgt – Amazon wurde von der Venture Capital Sektion des CIA ausgestattet und durfte hier 20 Jahre ruinösen Wettbewerb betreiben. An der Infrastruktur muss Amazon sich im Gegensatz zum stationären Handel nicht beteiligen, obwohl diese auch durch Amazon stark belastet wird. Amazon ist nicht Mitglied im Handelsverband. Die Burn Out Rate ist bei Amazon von allen Firmen am höchsten. Ausbeutung gehört zur Firmenkultur. Im September 2017 verunfallten wieder 2 Lagerarbeiter tödlich. Auch kündigt Amazon Händler ohne Angaben von Gründen fristlos – unter Einbehaltung der Gelder auf den Paymentkonten und der Ware in den Amazonlagern. Wenn keine Gesetze für eine Firma gelten und auch keine Steuern gezahlt werden müssen, ist es einfach, alles platt zu machen. […]*

    * Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die buchreport-Redaktion

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