Scribd-Kunden können jetzt auch Zeitschriften lesen

Von der E-Book-Flatrate zum umfassenden Content-Anbieter: Scribd bietet neben E-Books, Hörbüchern und Comics jetzt auch Zeitschriften an (Foto: Scribd/Screenshot)

Die Online-Bibliothek Scribd hat ihr Portfolio erweitert: Die Kunden des US-Unternehmens haben nun auch unbegrenzten Zugriff auf die Inhalte von acht Zeitschriften (u.a. „Time“, „Fortune“ und „Bloomberg Businessweek“), weitere Publikationen sollen folgen. Die monatliche Abogebühr von 7,99 US-Dollar ändert sich nicht.

Zeitgleich wurde ein neues Organisationssystem vorgestellt, mit dem die Inhalte miteinander vernetzt und besser gefunden werden können. „Wir fassen Bücher, Hörbücher, Dokumente und jetzt auch Artikel zu Interessengebieten zusammen. So können unsere Mitglieder Trending-Topics überfliegen oder sich auch tief in Themen einarbeiten“, sagt Scribd-CEO Trip Adler. Unter anderem werden am Ende von Artikeln verwandte Inhalte empfohlen – auch E-Books.

In den vergangenen 12 Monaten hat Scribd sein Angebotsmodell mehrfach verändert (s. Kasten für weitere Informationen). Die Nr. 3 im US-Abomarkt (hinter Kindle Unlimited und Safari Books Online) hat sich bereits 2015 von ihrem einstigen All-inclusive-Ansatz verabschiedet und in der Folge versucht, „die richtige Balance zwischen hochwertigem Angebot und langfristiger Tragfähigkeit zu finden“, so Adler.

Das Abomodell von Scribd

Die US-Online-Bibliothek Scribd ist seit Oktober 2013 mit einem Abo-Angebot auf dem Markt und hat nach eigenen Angaben 1 Mio E-Books und Audiodateien im Sortiment. Seit Februar 2015 sind zudem etwa 10 000 Comics, u.a. von Marvel, im Katalog enthalten.

Auf diesen haben die Abonnenten aber längst keinen unbegrenzten Zugriff mehr. Nach einem massiven Kahlschlag im Liebesroman-Sortiment waren im Herbst 2015 viele Hörbücher (u.a. Titel von Bestsellerautoren wie beispielsweise E L James und Harper Lee) hinter einer Credit-Schranke verschwunden und damit nicht mehr grenzenlos zugänglich (s. buchreport.express 35/2015). Später wurde das Angebot noch weiter eingeschränkt. Seit März gelten für die Abokunden von Scribd folgende Regeln: Für den monatlichen Mitgliedsbeitrag von 7,99 US-Dollar können drei E-Books und ein Hörbuch, die hinter der Credit-Schranke sind, heruntergeladen werden. Unbegrenzten Zugriff gibt es auf eine rotierende Sammlung von E-Books und Hörbüchern, die in dem Bereich „Scribd Selects“ bereitgestellt werden.

Kommentare

1 Kommentar zu "Scribd-Kunden können jetzt auch Zeitschriften lesen"

  1. „drei E-Books und ein Hörbuch“ für 7,99$/Monat – soviel zum Thema E-Book-Flatrates.
    Ach, und es gibt da noch einen Bereich mit „unbegrenzte(m) Zugriff“? Woraus speist der sich denn?
    „1 Mio E-Books und Audiodateien“ – man wüsste gerne, wie groß dabei der Anteil von piratisierten Publikationen ist, schließlich bilden die ein wesentliches Moment des Geschäftsmodells von Scribd.

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