Pläne und Perspektiven

Zäsur bei Campus: Verleger Thomas Carl Schwoerer (57) geht von Bord und hat seinen 50%-Anteil an das Druck- und Verlagshaus Beltz Rübelmann Holding verkauft, die zuletzt 50% an dem Unternehmen hielt (buchreport berichtete). Der Campus Verlag, der in besseren Jahren 2004 bis 2007 mehr als 11 Mio Euro umsetzte, musste zuletzt Umsatzeinbußen verkraften. Nachdem die Erlöse 2013 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal von 9 auf 7,9 Mio Euro abgesackt waren, hatte Schwoerer dem Unternehmen ein „strenges Sparkonzept“ verordnet.

Wie geht es mit Campus weiter? Marianne Rübelmann (51), Verlegerin und Mitgesellschafterin der Beltz-Gruppe, beleuchtet Pläne und Perspektiven:   

Steht Campus eine programmliche Neuausrichtung bevor? 

Wir werden die bisherigen Programmfelder weiterhin bedienen und nach und nach darüber befinden, ob wir an den Rändern Korrekturen vornehmen sollten. Es braucht eine Bereitschaft für Veränderung – in den ersten Reaktionen der Mitarbeiter war sie zu spüren. Ich sehe in Campus ein hohes Potenzial, es ist eine starke Marke mit einem hohen Renommee. Wir werden aber auch in den Programmen und im Marketing/ Vertrieb neue unternehmerische Ziele finden, die an das Bisherige anknüpfen und bisher Erfolgreiches nicht zur Seite zu schieben. Unternehmer heißt für mich seit jeher: Unternehmen und nicht unterlassen – ein Satz meines Vaters Manfred Beltz Rübelmann, der für mich heute noch aktuell ist.

Ergeben sich Synergien zwischen Beltz und Campus?

Man hätte sicher früher schon über Synergien verfügen können, aber das ließ sich aus unterschiedlichen Gründen nicht entsprechend organisieren. Es hat den Häusern bisher nicht geschadet, sich unabhängig voneinander zu positionieren, und dennoch gab es immer einen freundschaftlichen Austausch über Kooperation. Diese strategische Partnerschaft werden wir fortführen. Die Selbstständigkeit der Leitenden spielt für mich bei Beltz und bei Campus eine wichtige Rolle. Deren Abstimmung untereinander ist eine meiner Funktionen im Sinne eines zielführenden Ausgleichs.

Campus hat zuletzt Umsätze verloren. Zeigt der im vergangenen Jahr verordnete Sparkurs Wirkung?

Der Abwärtstrend war ein vorübergehender, wie das in Programmen mit einer hohen Bestsellerfokussierung schnell der Fall sein kann. Das kennen wir aus der Branche. Der Sparkurs wird weitergeführt, wobei ich lieber von Optimierung sprechen möchte. Einiges wird man zurücknehmen und anderes in seiner positiven Wirkung verstärken. Es geht darum, ungünstige Markttendenzen zu erkennen und individuell zu korrigieren, ohne die Kontinuität zu brechen.

Wie wurden die aktuellen Programme kalkuliert?

Es schadet nichts, wenn wir uns zunächst im Programm konsolidieren und abwägen, auf welche Titel wir setzen, die dann ins Programm aufgenommen werden. Wir werden behutsam einkaufen und das Werbebudget den Gegebenheiten anpassen.

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