Wir müssen uns schneller bewegen

Zu den Neuerungen der Frankfurter Buchmesse 2014 gehört der „Business Club“, in dem sich Aussteller und Fachbesucher austauschen und hochkarätige Veranstaltungen verfolgen können (hier weitere Infos). Zu den Referenten gehört Richard Charkin, Executive Director bei Bloomsbury Publishing. Im Interview skizziert Charkin die Veränderungen der Verlagswelt durch Globalisierung und Digitalisierung.


buchreport.de verlost gemeinsam mit der Frankfurter Buchmesse 2 Wochentickets für den Business Club im Wert von je 990 Euro, zuzüglich MSt. Schicken Sie eine Mail an info@buchreport.de mit Ihrem Namen, Ihrer Firma, Mail-Adresse und „Business Club“ in der Betreffzeile. Einsendeschluss ist Montag, 15.9.2014. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Globalisierung und Digitalisierung sind weiterhin die größten Herausforderungen für die Verlagswelt. Wie ändert sich die Branche dadurch?
Richard Charkin: Der größte Effekt besteht darin, dass wir uns angesichts der sich rasant ändernden Trends und Moden schneller bewegen müssen.

Werden die Verlage ihre Titel zunehmend im Ausland selbst vermarkten?

Das hoffe ich, allerdings kann es für traditionelle Verlage ernüchternd wirken, wenn sie ausländische Märkte betreten. Grundsätzlich ergeben sich international neue Möglichkeiten der Adaption, bessere Chancen für Nischen-Inhalte sowie eine kreativere Mischung verschiedener digitaler Medieninhalte.
In den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) wächst die Nachfrage nach Wissen und Unterhaltung, andererseits fehlt es an passenden Vertriebsstrukturen. Was tun?

Der digitale Vertrieb wird die Lösung sein, aber es gibt genügend Hürden, die es zu überwinden gilt, darunter die Furcht vor Kreditkarten-Betrug.

Beim „Publishers Forum“ in Berlin haben sie vor der Schwächung des Urheberrechts gewarnt. Wie kann die Gefahr gebannt werden?
Die internationale Verlagsindustrie muss entschlossen das Urheberrecht der Autoren verteidigen und intellektuellen Diebstahl bekämpfen, und zwar proaktiv, gemeinsam mit Regierungen und internationalen Organisationen. Gleichzeitig müssen die Verlage bereit sein, mit neuen Geschäftsmodellen und neuen Möglichkeiten zur Unterstützung von Lesern und Autoren zu experimentieren.

Zu den neuen Geschäftsmodellen gehören Flatratemodelle à la Scribd oder Skoobe. Was verändert sich durch diesen Trend?

Alle Modelle sind legitim, wir müssen nur dafür sorgen, dass die Rechte der Autoren geschützt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Abomodelle erfolgreich sein werden. Interessant ist zu sehen, dass die Subscription Libraries (Anmerkung der Redaktion: Vorgänger der öffentlichen Bibliotheken, Leihbibliotheken für gehobene Ansprüche, ähnlich wie Leseclubs) der Vergangenheit zu einem großen Teil verschwunden sind, wie diese hier.

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