Eltern gefunden

Nicht einmal eine Woche ist es her, dass US-Autorenvertreter ein Konsortium von Universitätsbibliotheken wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt haben (hier mehr). Jetzt knickt die erste Hochschule ein: Die University of Michigan stoppt die Veröffentlichung vermeintlich verwaister Bücher, die von Google digitalisiert wurden.

„Wir haben – als Bildungs-Institution – aus unseren Fehlern gelernt, und wir haben begonnen, unsere Verfahrensweise zu überprüfen, um die Lücken zu finden, die dazu geführt haben, dass Bücher, die nicht verwaist sind, auf die Liste kamen“, erklärt die Universität in einer Pressemitteilung. Bei einzelnen Titeln seien die Rechteinhaber identifiziert worden. Grundsätzlich wolle die Hochschule aber an der Verwertung der verwaisten Bücher festhalten.

Hintergrund: Im Zentrum der Klage, an der neben dem US-Autoren-Verband auch einzelne Autoren sowie kanadische Autorenvertreter teilhaben, stehen die University of Michigan und vier weitere Bibliotheken, die von Google „unauthorisierte Scans“ von sieben Mio urheberrechtlich geschützten Büchern erhalten habe und diese auf der Online-Plattform „HathiTrust“ verwerte.

Die Kläger stoßen sich insbesondere an den Plänen der Online-Bibliothekare, Studenten und dem Universitäts-Personal den kompletten Zugang zu einer Auswahl verwaister Bücher zu ermöglichen. In einem ersten Schritt sollten 27 angeblich verwaiste Werke russischer, französischer und US-Autoren am 13. Oktober 2011 für 250.000 Leser freigeschaltet werden; weitere 140 Titel sollten im November folgen. Der Zeitplan ist jetzt von der Universität Michigan zunächst aufgehoben worden.

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