An Facebook führt kein Weg vorbei

Vorbei die Zeit, in denen Unternehmen Social Media belächelt haben: Nach einer Studie setzen 71% Prozent aller Organisationen Facebook, Twitter & Co. aktiv für Kommunikationsaufgaben ein. Was vielen fehlt, ist jedoch eine Gesamtstrategie.

Die Befragung von rund 600 Kommunikationsmanagern und PR-Verantwortlichen in Unternehmen, Behörden und Non-Profit-Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Leipzig, des Magazins „Pressesprecher“ und der und der Fink & Fuchs Public Relations AG. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie (hier zum Download):

  • 71% der befragten Organisationen sind in Social Media aktiv, ein deutlicher Zuwachs gegenüber 2010 (54,3%).
  • Unter den bespielten Kanälen liegt Facebook vorne: 53% der Organisationen sind dort aktiv, 21% planen den Einsatz noch in diesem Jahr.
  • Nur 22,8% der Kommunikationsverantwortlichen bewerten ihre Social-Media-Kompetenz als hoch. Weiterbildungsangebote fehlten vor allem auf den Gebieten der Evaluation und der strategischen Planung.
  • Durch Social Media hat der Druck im Tagesgeschäft von Kommunikationsverantwortlichen zugenommen. Die Mehrheit empfindet den Zwang, „always on“ zu sein, und drei von zehn Befragten sagen, dass die damit verbundene Mehrarbeit nicht zu leisten ist.
  • Dementsprechend werden der große personelle und finanzielle Aufwand (76%) und der potenzielle Kontrollverlust (54,9%) als größte Hindernisse für den Einsatz von Social Media genannt.
  • Zwei Drittel der Organisationen folgen selektiv einer Social-Media-Strategie, allerdings haben nur zwei von zehn Organisationen eine Strategie für das Gesamtunternehmen (u.a. durch klare Verpflichtung des Managements, personelle Ressourcen, Social-Media-Guidelines oder ein gesondertes Budget).

Kommentare

1 Kommentar zu "An Facebook führt kein Weg vorbei"

  1. Christoph Mann | 23. August 2011 um 21:59 | Antworten

    Warum führt kein Weg an Facebook und Co vorbei? Gerade ist der W3B-Report ‚Kaufentscheidungen im Internet‘ erschienen, der belegt, dass Facebook und Co an weniger als 2% der Kaufentscheidungen in Onlineshops (also ein positiver Filter) beteiligt sind. Das ‚Warum‘ erklärt die ebenfalls gerade erschienene Studie von IBM Global Business Services ‚From Social Media to Social CRM‘: Denn anders als die Unternehmen denken (Platz 1: Neue Produkte kennen lernen, Platz 2: Generelle Information) wünschen die Kunden auf Unternehmensseiten der Social Media an erster Stelle: Rabatt. Mich interessieren nun Beispiele, die belegen, dass Social-Media-Aktivitäten wirklich (Mehr-)Umsatz bringen oder das Ausscheiden aus Facebook und Co zu bemerkbaren Umsatzeinbrüchen geführt hat. Und das bitte ohne die üblichen Markting-Platzhalter, dass man das ja im Marketingmix nicht isolieren könne. Jederzeit bereit mich von Fakten überzeugen zu lassen…

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