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Online
Mittwoch, 28. Januar 2009 (10:30 Uhr)


Amazon erweitert und standardisiert Kindle

Krieg der Formate

Kindle alt (li.) und neu - das Foto stammt vom Blog
The Boy Genius.

Wenn der größte Onlinehändler der Welt am übernächsten Montag zur Pressekonferenz nach New York lädt, ist eines sicher: Amazon wird ein weiteres Engagement auf dem Buchmarkt bekanntgeben. Denn als Ort der PK hat der Onliner sicherlich nicht ohne Grund die Morgan Library & Museum gewählt.

Und ähnlich wie Amazon bei der letzten PK den Start von „Kindle“ annonciert hat, dürfte auch diesmal das E-Book-Lesegerät im Fokus stehen, und zwar die zweite Generation des Kindle, über die schon viel gemutmaßt wurde. Sehr wahrscheinlich ist das neue Gerät größer und dünner.

Ursprünglich sei Kindle 2 für den vergangenen Oktober geplant gewesen, hat das Blog Techcrunch schon im November gemeldet. Doch Jeff Bezos höchstpersönlich habe in der letzten Minute den Stecker gezogen, weil er Veränderungen der Software verlangt habe. Eine noch größere Version des Kindle für die Studenten-Klientel werde ebenfalls im ersten Halbjahr 2009 veröffentlicht.

Eine weitere Neuigkeit zum Amazon E-Book-Programm vermeldet „Publisher's Weekly“. Demnach will Amazon künftig das hauseigene E-Book-Format Mobipocket (.prc) mit allen Mitteln durchsetzen. Künftig unterstützten die Kindle-Geräte ausschließlich das von der französischen Software-Firma entwickelte Format, während E-Books- im Adobe- oder Microsoft-Format nicht mehr kompatibel seien. Dies habe der Onliner US-Verlagen mitgeteilt. Amazon hatte Mobipocket 2005 übernommen.

Sollte Amazon tatsächlich diesen Kurs einschlagen, könnte sich ein Format-Krieg zwischen dem in den USA dominanten Mobipocket-Format und dem – da der Kindle hier noch nicht eingeführt wurde – in Europa bisher favorisierten epub-Format anbahnen. .epub basiert auf dem freien Standard XML, ist als offene Spezifikation des International Digital Publishing Forum erhältlich und wird beispielsweise vom Sony Reader unterstützt, dessen Markteinführung in Deutschland kurz bevor steht.

Dass Amazon bei einer Einführung des Kindle in Europa vom möglichen Mobi-Monopol-Kurs abweicht, erscheint unwahrscheinlich, denn auf dem europäischen Server des 2005 übernommenen Unternehmens sind über 50.000 Titel gespeichert, darunter mehrere Tausend deutschsprachige.



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