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Buchhandel
Montag, 15. Oktober 2012 (11:18 Uhr)


Advent übernimmt die Mehrheit der Douglas-Aktien

Douglas unter amerikanischem Dach

Der US-Investor Advent International kann den Douglas-Konzern wie erwartet übernehmen: Die Familie Kreke (12%), die Oetker-Gruppe (25,8%) und der Drogerieunternehmer Müller (10,81% direkt und 15% Verkaufsoptionen) haben zugesichert, ihre Aktien an Advent zu verkaufen. 

Die übrigen Aktionäre erhalten ein Übernahmeangebot: 38 Euro pro Aktie. Ziel von Advent: mindestens 75%, am liebsten aber über 90% der Anteile übernehmen.

Außerdem erhalten die Douglas-Aktionäre eine Prämie von 41,6% auf den vierwöchigen volumengewichteten Durchschnittskurs der Douglas-Aktie in Höhe von 26,83 Euro vor Aufkommen der Übernahmegerüchte am 11. Januar 2012. 

Die Gründerfamilie Kreke will den Erlös für ihren Aktienanteil größtenteils reinvestieren und sich mit Vollzug des Übernahmeangebots indirekt mit 20% an der Bietergesellschaft (Beauty Holding Three, indirekt von Advent International gehalten) rückbeteiligen. Die übrigen Anteile hält Advent.

Die neuen Eigentümer wollen „die Weichen für nachhaltiges, profitables Wachstum stellen“. Die Restrukturierung und Neuausrichtung von Thalia (hier mehr) werde man „mit Nachdruck fortsetzen, um die Sparte zukunftsfähig zu machen“. Das Wachstum der profitablen Sparten Parfüm und Schmuck soll vorangetrieben werden.

Wer ist Advent?

Das Unternehmen wurde 1984 gegründet und zählt sich selbst heute zu den erfahrensten Private-Equity-Investoren weltweit. In den vergangenen 25 Jahren habe man 24 Mrd Dollar an Kapital eingeworben und mit dem Geld Beteiligungen an mehr als 250 Firmen erworben. Weltweit beschäftigt Advent nach eigene Angaben 280 Mitarbeiter, die Investitionskapital von mehr als 200 institutionellen Investoren verwalteten. Ein Viertel der Beteiligungen entfällt auf das Segment Telekommunikation/Medien/Technologie, 19% auf Einzelhandel.

In Deutschland übernahm Advent beispielsweise 2007 den Textil-Discounter Takko (Kaufpreis 770 Mio Euro) und reichte diesen 2010 an die Private-Equity-Kollegen von Apax Partners weiter. Der Kaufpreis soll damals bei rund 1,25 Mrd Euro gelegen haben.



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