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Zwangloser Lektüre-Tausch

Mit anderen teilen, was man selbst nicht mehr braucht: Die Share Economy hat die Buchbranche längst in Form von Bücherschränken erreicht, die den Lektüre-Tausch im öffentlichen Raum anregen. Einen besonders ?buchaffinen Standort haben sich die Verantwortlichen in Datteln ausgesucht: Seit 2014 steht direkt vor Wolfgang Tänzers Buchhandlung Bücherwurm ein Schrank mit Platz für etwa 200 Bücher (Foto: Wolfgang Tänzer). Doch anstatt sich über das kostenlose Buchangebot vor der Haustür zu ärgern, ?betrachtet Tänzer es als Chance für sein ?Sortiment. Er kümmert sich als offizieller Pate um den Bücherschrank: 

  • Weil die Regale häufig voll sind, dient die Buchhandlung als Abgabeort für die gebrauchten Bücher.
  • Einmal in der Woche schafft Tänzer im Bücherschrank Ordnung und legt Bücher aus dem Vorrat nach.
  • Er selbst steuert schon mal Leseexemplare oder „uralte“ Exemplare aus dem eigenen Bestand bei. 
Das Angebot werde vor allem bei den 40- bis 60-Jährigen sehr gut angenommen, einige hätten sich zu „Stammkunden“ des öffentlichen Bücherschranks entwickelt, berichtet Tänzer. „Kann schon sein, dass ich mich um das ein oder andere verkaufte Buch bringe, aber man ist auch positiv im Gespräch“, erklärt er sein Engagement. Dieses lohnt sich demnach in puncto Marketing in doppelter Hinsicht:
  • Der Bücherschrank lenkt die Aufmerksamkeit auch auf den Bücherwurm und bringt neue Kunden in den Laden.
  • Die lokale Presse hat schon mehrfach über Tänzers Patenschaft berichtet. „Nicht zu verachten“ angesichts der Tatsache, dass diese ansonsten in der Regel nicht mehr über Veranstaltungen berichtet.

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