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Von Schwund und Wachstum

Der forcierte Rückbau der Buchfilialisten hinterlässt deutliche Spuren auf der Buchhandelskarte. Bereits geschlossene Flächen und angekündigte Schließungen addieren sich zu rund 33.000 qm.

Seit etwa vier Jahren sorgen die großen Buchfilialisten nicht mehr durch neue Großflächen an prestigeträchtigen Standorten für überregionale Schlagzeilen wie noch in den Nuller-Jahren, sondern eher durch spektakuläre Schließungen. Das Streichkonzert im Zuge der Neuformation der beiden marktführenden Unternehmen DBH (Hugendubel/Weltbild) und Thalia macht sich auch bei der Vermessung der Buchhandelslandschaft in der 13. Auflage des buchreport-Filialatlas’ wieder deutlich bemerkbar:

  • Die 2013 geschlossenen Buchhandelsfilialen und die fürs kommende Jahr angekündigten Schließungen addieren sich auf knapp 33.000 Filial-Quadratmeter, was in etwa einer Fläche von fünf Fußballfeldern entspricht. Zum Vergleich: Vor einem Jahr belief sich der Flächenrückbau auf 40.000 qm.
  • Den summierten Rückgängen von rund 73.000 qm stehen in den beiden Jahren Flächengewinne von Filialisten durch Übernahmen und neue Standorte von 14.000 qm gegenüber. Insgesamt ist der Flächenpegel der Buchfilialisten gegenüber dem Höchststand 2009 damit um 11% zurückgegangen.
  • Die Zahl der Filialbuchhandlungen bewegt sich mit 920 nahezu auf Vorjahresniveau, obwohl fast 80 Filialen aufgegeben wurden; die hohe Zahl von immer noch über 900 Läden ist dem Sondereffekt der Öffnung der Club-Bertelsmann-Filialen für Nichtmitglieder geschuldet. Auf vergleichbarer Basis (also ohne Club) ist die Filialzahl dagegen um gut 8% geschrumpft. 
  • In der addierten Gesamtfläche bespielt der filialisierte Vollbuchhandel jetzt 426.000 qm, das sind 3,7% weniger als in der letztjährigen Erhebung.

Mehr zum Thema im buchreport.magazin 11/2013 (hier zu bestellen).

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