Spielwaren werden Sortimentern schmackhaft gemacht

Die Spielwarenmesse in Nürnberg hat sich in ihrer 69. Ausgabe zum ersten Mal explizit an Buchhändler gerichtet: Ausgewählte Hersteller präsentierten auf der neuen Sonderschau „Toys meet Books“ an hochfrequentierter Position Artikel mit Buchhandelspotenzial. Warum und wie Sortimenter mit Spielwaren Zusatzumsätze generieren können, vermittelten Fachvorträge wie der der branchenbekannten Beraterin Gaby Marx. Ihre Argumente:

  • Käuferschaft und Kaufanlässe sind bei Buch und Spiel sehr ähnlich. Folglich sind Spielwaren für die Kunden eine logische Sortimentserweiterung.
  • Die Preisspanne ist groß. Sowohl niedrigpreisige Mitnahmeartikel für Geschenkkiste und Schultüte als auch hochpreisige Spiele sind gefragt.
  • Holzspielzeug als nachhaltiges Produkt steht Buchhandlungen gut zu Gesicht und kommt dem Image des gesamten Geschäfts zugute.
  • Das Veranstaltungsformat Spieleabend liegt bei der (dem Buchhandel wegbrechenden) Zielgruppe der jungen Erwachsenen im Trend.
  • Das Geschäft ist weniger bestsellergetrieben als der Buchmarkt.
  • Der Warenbezug über die Barsortimente ist denkbar einfach.

Beraterin Britta Meyer merkte allerdings an, das Geschäft sei kein Selbstläufer. Ihre Tipps für die Präsentation:

  • Ein Tisch mit einem ausgepackten Spiel und einer Beschreibung spricht die Kunden direkt an. Am besten ist es, ein Spiel zum Testen aufzubauen.
  • Ein „Spiel des Monats“ und einzelne Empfehlungen mit Aufklebern oder Banderolen, wie sie bei Büchern üblich sind, sorgen für Aufmerksamkeit.
  • Spielwaren gehören auch ins Schaufenster. Besonders Lizenzartikel zu bereits bekannten Marken ziehen Kinder und ihre Eltern an.

Die Veranstalter sind mit der Premiere zufrieden: „Die Resonanz auf unsere neue Sonderschau war durchweg positiv. Die teilnehmenden Unternehmen freuten sich über die vielen Fachbesucher, die sehr interessiert und fokussiert waren“, sagt Messesprecherin Scarlett Wisotzki. Christian Ulrich, als Director Marketing für das Projekt zuständig, ergänzt: „Damit wurde uns bestätigt, wie gut sich die Bereiche Spielwaren und Bücher ergänzen. Wir haben die Buchhändler unterstützt, indem wir ihnen wertvolle Informationen zur Erweiterung des Nonbook-Portfolios an die Hand gegeben haben. Dieser Service wurde dankend angenommen.“

Sowohl Buch- wie Spielwarenmarkt hatten zuletzt ein schwächeres Weihnachtsgeschäft und Jahr und können neue Impulse gebrauchen. Für die Spielwarenmesse ist die buchhändlerische Klientel ein wachsendes Publikum: Im Jahr 2017 kamen 30% mehr Buchhändler als im Vorjahr nach Nürnberg.

Vielseitiges Angebot für Sortimenter: Zum neuen Projekt „Toys meet Books“ gehörten eine Nonbook-Sonderschau verschiedener Anbieter auf 170 qm und tägliche Messerundgänge zu buchhandelsaffinen Ausstellern wie Coppenrath. (Fotos: Axel Schelbert)

 

Die 69. Spielwarenmesse in Zahlen

  • 2902 Unternehmen aus 68 Ländern (2017: 63) waren vertreten.
  • 71.000 Fachbesucher wurden gezählt.
  • 63% der Besucher kamen aus dem Ausland bzw. aus 128 verschiedenen Ländern (2017: 122).
  • 83% der Besucher planen eine erneute Reise zur Messe im Jahr 2019.

Quelle: Spielwarenmesse

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