Francis Fukuyama schafft es erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste

Nur einen akademischen Aufsatz brauchte Francis Fukuyama, um 1989 zu einem der wichtigsten Politologen der USA aufzusteigen. In dem Artikel „Das Ende der Geschichte?“ beschrieb der 1952 geborene Harvard-Absolvent den globalen Endpunkt der politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts, den Sieg des demokratischen Liberalismus über den ideologischen Totalitarismus.

30 Jahre später relativiert und legitimiert Fukuyama seine damaligen Thesen in einem neuen Werk, dem 240 Seiten starken Buch „Identität. Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet“. Es ist eine der wenigen Monografien des Wissenschaftlers, die in deutscher Übersetzung erhältlich sind – und mit einem Neueinstieg auf Platz 8 der erste SPIEGEL-Bestseller des Politologen.

Fukuyama erklärt in einem aktuellen „FAZ“-Interview: „Das neue Buch ist meine Reaktion auf den Anstieg populistischer Tendenzen in der demokratischen Welt. In vergangenen Jahrzehnten schien die Demokratie vor allem von außen bedroht, von autoritären Staaten wie China oder der Sowjetunion. Doch jetzt kommt die Bedrohung auf einmal von innen.“

Im Feuilleton gehen die Meinungen über den Gehalt des bei Hoffmann und Campe erschienenen Sachbuchs auseinander: Während Christian Buß auf SPIEGEL ONLINE verkündet, es handle sich um das „möglicherweise wichtigste politische Buch des Jahres“, urteilt Thomas Steinfeld in der „SZ“, „der Versuch, Geistesgeschichte und politische Geschichte zu verschmelzen“, erweise sich als „recht einfältige Operation“.

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