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Nach anderen Spielregeln

Bahnhofsbuchhandlungen ticken anders als normale Sortimente. Reisende decken sich hier mit Lektüre für die Bahnfahrt ein und Leser mit ausgefallenen Hobbys bekommen ihre Special-Interest-Zeitschriften, weil es an Bahnhöfen in der Regel ein sehr gut sortiertes Angebot gibt. Auch die Zeitschriftenverlage schätzen die Geschäfte an den Gleisen, in erster Linie aufgrund der Absatzkraft der Vertriebsschiene. Aber es wird nicht nur mehr, sondern auch anders verkauft.

Die Aufstellung der Zeitschriftentitel, die 2010 die höchsten Umsätze in den Verkaufsstellen an Bahnhöfen und Flughäfen erzielten, zeigt zwar viele Übereinstimmungen mit der entsprechenden Rangliste des gesamten Einzelverkaufs, doch es gibt auch augenscheinliche Unterschiede. Das Magazin „der neue vertrieb“ hat sich ausführlicher mit dem Verkauf von Zeitschriften im Bahnhofsbuchhandel beschäftigt:

  • Besonders die hochpreisigen Special-Interest-Zeitschriften sind mit mehreren Titeln in der Top-50-Liste des Bahnhofsbuchhandels vertreten.
  • Außerdem auffällig: Viele junge People-Magazine können punkten.
  • Die Zielgruppen einzelner Titel und Segmente überschneiden sich mit dem typischen Bahnhofspublikum: Mobile Menschen, tendenziell jünger, mit höherem Einkommen und höherer Bildung sowie vielfältigen Interessen.
  • Sie erwarten ein Einkaufserlebnis, das qualitativ hochwertige Geschäfte sowie eine übersichtliche und klar gegliederte Warenpräsentation bietet.
  • Einige Werbemaßnahmen sind vor allem durch die räumlichen und ladenbaulichen Voraussetzungen für den Bahnhofsbuchhandel prädestiniert: PoS-Maßnahmen wie Schaufensterbuchungen, großformatige Plakate, Displays.
  • Der Bahnhofsbuchhandel nutzt viel stärker als der grossobelieferte Einzelhandel die Möglichkeit der Zweitvermarktung.

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