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Mit kreativem Marketing dem Hörbuch zum Erfolg verholfen

Anfang der 90er-Jahre gewinnt das Hörbuch zunehmend an Relevanz. Johannes Stricker, Geschäftsführer von Hörbuch Hamburg, rekapituliert die entscheidenden Jahre des Mediums.

Bühne fürs Hörbuch: Wenn es darum geht, gesprochene Literatur populär zu machen, arbeiten Radiosender und Hörbuchverlage eng zusammen, z.B. der Hörverlag und der Rundfunk Berlin Brandenburg beim „Hörspielkino unterm Sternenhimmel“. Radioeins präsentierte im Frühjahr 2011 die besten Hörspiele der ARD im Berliner Zeiss-Großplanetarium (Foto: rbb/Hanna Lippmann).

Ein lebendiger, vielseitiger Markt, der sich durch hohe Innovationsbereitschaft auszeichnet, ein Medium, das sich zunehmender Beliebtheit in immer breiteren Bevölkerungskreisen erfreut, eine willkommene zusätzliche Bühne für Schauspieler und ihre Kunst, eine attraktive weitere Vermarktungsmöglichkeit für Autoren und ihre Werke sowie eine Warengruppe innerhalb des Buchhandels, die immerhin gut 4% des Umsatzes ausmacht – so kennen wir den Hörbuchmarkt heute.

Um zu begreifen und zu würdigen, welche Leistungen vollbracht wurden, damit ab den 1990er-Jahren ein ernst zu nehmender Markt für das Hörbuch in Deutschland entstehen konnte, lohnt ein kurzer Blick in die Geschichte der gesprochenen Literatur (siehe Kasten unten).

Zur Ausgangssituation Ende der 1980er-/Anfang der 1990er-Jahre gab es eine Vielzahl an literarischen Schätzen in akustischer Form. Aufwendige Hörspielproduktionen und zahlreiche Lesungen schlummerten zu einem großen Teil in den Archiven der Rundfunkanstalten. Es lag ein komfortables Trägermedium vor (die Audiokassette) und der Blick über den großen Teich offenbarte, dass es möglich war, mit gesprochener Literatur einen großen Markt zu bespielen. In den USA war es gang und gäbe, auf den Raststätten der Highways „Books on Tape“ auszuleihen und beim nächsten Halt wieder abzugeben, im stationären Handel waren „Audiobooks“ eine eingeführte Warengruppe.

Auch in Deutschland gab es bereits einige Unternehmen, die Hörbücher produzierten (Schumm, Deutsche Grammophon). Aber die wenigen existierenden Produktionen waren kaum verfügbar. Zudem gab es so gut wie keine Präsentationsflächen. Im Tonträgerhandel fand man allenfalls wegen der Präsenz der Deutschen Grammophon eine Auswahl an Hörbuchern, ebenso in Büchereien, für ein älteres, sehschwaches Publikum. Im Buchhandel jedoch waren Hörbücher nur vereinzelt und nur dank weniger engagierter Buchhändler aufzufinden. Da es keine Präsentationsmöbel gab, verstaubten die wenigen Artikel, die vorrätig waren, meist in den hinteren Regalen.

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