Mit den Augen kaufen

Die 2000-qm-Filiale in Brighton (Fotos) war 2012 unter den Ersten, die modernisiert wurden, und  liefert seither zusammen mit Glasgow und  St. Albans die höchsten Zuwachsraten ab. 

Bis alle 287 Filialen von Waterstones ein neues Outfit erhalten haben, wird es noch zwei bis drei Jahre dauern, doch das Warten lohnt sich. Geschäftsführer James Daunt hat eine Zwischenbilanz nach 70 renovierten Buchhandlungen gezogen und sieht sich in seiner Meinung bestätigt, dass Kunden auch „mit den Augen kaufen“: In den modernisierten Läden liegen die Umsatzzuwächse durchschnittlich zwischen 5 und 10% über dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres, an einigen Standorten sogar deutlich darüber.

Gleichwohl warnt der „Buchhändler aus Überzeugung“ vor überhöhten Erwartungen. Wenn Waterstones Anfang 2014 die Kenndaten des Geschäftsjahrs 2012/13 (28. April) an die britische Handelsregisterbehörde Companies House meldet (und sie damit öffentlich zugänglich macht), werden unter dem Strich immer noch rote Zahlen stehen. Aber, so Daunt, es werden weniger als die 25,4 Mio Pfund von 2011/12 sein.

Aus Kostengründen und weil „die Marke Waterstones gut im Markt aufgestellt ist“, beschränkt sich der Neuauftritt der Ladenkette auf ein Facelift, für das Inhaber Alexander Mamut einen „substanziellen Betrag“ lockergemacht habe. Mit einfachen Mittel wird versucht, Weite und Großzügigkeit zu vermitteln und Schwellenangst gegenzusteuern:

  • Neue Böden und Beleuchtung, kleine Sitzgruppen und mobile Büchertische in verschiedenen Farben und Größen bringen Bewegung in den Auftritt. 
  • Neu ist auch das Café W, das Waterstones in eigener Regie führt. Der Coffeeshop hat sich zu einem so stabilen Umsatzbringer entwickelt, dass er sukzessive überall einziehen soll, wo es räumlich machbar ist.
Darüber wundern sich viele Buchhändler in der Branche: Bei Waterstones bietet Amazon die eigenen Kindle-Geräte an.

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