Polit-Satiriker Martin Sonneborn auf Platz 1 der Paperbackliste

Spielen die politisch gerade ziemlich bewegten und erklärungsbedürftigen Zeiten auch im Buchmarkt eine größere Rolle? Wohl eher nicht. Zu Populismus, Volksparteienkrise, Grünen-Aufschwung, Youtube-Bashing oder der durch „Fridays for Future“ wieder oben auf die Dringlichkeitsagenda gesetzten Klimafrage geben die Titel auf den Bestsellerlisten aktuell nicht viel her. Kein Wunder, wo derzeit auch aktuelle Pressetitel den Polit-Entwicklungen kaum nachkommen.

Zu diesem Befund passt, dass die Ausnahme aus der Satire-Ecke kommt: In „Herr Sonneborn geht nach Brüssel“ (Kiepenheuer & Witsch) schildert Martin Sonneborn auf über 400 Seiten seine Erfahrungen und „Abenteuer“ als Abgeordneter im Europaparlament. Im Frühjahr 2014 war der ehemalige Chefredakteur der Satirezeitschrift „Titanic“ und „Heute Show“-Mitglied ins Europaparlament gewählt worden, als Spitzenkandidat der mit „Titanic“-Kollegen gegründeten Die Partei, die damals 0,6% der deutschen Stimmen erzielte.

Sonneborn hat seine Erfahrungen in Straßburg und Brüssel satirisch in Beiträgen für „Titanic“ aufbereitet und im März als Buch veröffentlicht, das seitdem mit mehr als 40.000 verkauften Exemplaren auf der Paperback-Bestsellerliste steht. Nachdem Die Partei bei der aktuellen Europawahl ihr Ergebnis auf 2,4% gesteigert hat, ist auch die Nachfrage weiter gewachsen, sodass der Titel jetzt auf Platz 1 der Paperback-Bestsellerliste steht. Mit früheren Büchern war Sonneborn (u.a. „Ich will auch mal Kanzler werden …“) auf Bestsellerrängen jenseits der 20 gelandet.

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