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Corona: Diese Regeln gelten jetzt für den Einzelhandel

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Ganz sicher ist in diesen Tagen nur, dass die Covid-Infektionszahlen steil steigen. Auf den Handel kommen damit kurz vor Weihnachten wieder ungewisse Zeiten über das Maß der Einschränkungen zu. Es werden auch wieder Rufe nach einem kompletten Lockdown laut. Einige Regeln wurden bereits verschärft: Am 24. November ist das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft getreten. Zusätzlich haben die Bundesländer im Süden und Osten Deutschlands eigene Regeln für den Handel verkündet.

Regeln für Kunden

Flächendeckende Ladenschließungen sind laut Infektionsschutzgesetz nicht vorgesehen. Für den Handel gibt es jedoch bereits regional verschärfte Zugangsvoraussetzungen:

  • Bayern: In regionalen Hotspots mit einer Corona-Inzidenz von über 1000 gilt für den Handel eine Begrenzung von einem Kunden pro 20 qm.
  • Berlin: In der Bundeshauptstadt soll ab dem 27. November für den Handel die 2G-Regel gelten. Ausgenommen davon ist, wie in allen Bundesländern, die Grundversorgung. Ob die Berliner Buchhandlungen, wie auch im bisherigen Pandemieverlauf, weiterhin zur Grundversorgung gehören, ist noch unklar.
  • Brandenburg: Auch im benachbarten Brandenburg können ab sofort nur noch Geimpfte und Genesene vor Ort einkaufen.
  • Sachsen: Bis zunächst 12. Dezember gilt in Sachsen eine Corona-Notfallverordnung. Für den Handel bedeutet das flächendeckend die Einhaltung der 2G-Regel. Buchhändler müssen somit landesweit die Impf- oder Genesen-Zertifikate ihrer Kunden kontrollieren. Außerdem darf der Einzelhandel nicht länger als bis 20 Uhr geöffnet haben. Click & Collect ist weiterhin ohne Einschränkungen erlaubt.
  • Thüringen: Seit dem 24. November geht das Bundesland Thüringen in einen Teil-Lockdown. Für den Besuch des stationären Einzelhandels bedeutet das die Einhaltung der 2G-Regel.
  • Baden-Württemberg: Mit der in der vergangenen Woche in Baden-Württemberg ausgerufenen Corona-Alarmstufe gilt für den Handel die 3G-Regel, in einigen Hochinzidenz-Gebieten dürfen aber nur noch Genesene und Geimpfte vor Ort einkaufen. Das Abholen von bestellten Waren ist weiterhin ohne Immunisierung gestattet.

In allen anderen Bundesländern gibt es Stand 24. November keine neuen Regelungen oder Einschränkungen für den Besuch des Ladengeschäfts.

 

Regeln für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Mit Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes gilt bundesweit die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Das heißt:

  • Alle Mitarbeiter müssen genesen, geimpft oder getestet sein.
  • Arbeitgeber dürfen somit explizit den Corona-Status ihrer Mitarbeiter erfragen, diese müssen eins der 3 Zertifikate vorweisen können.
  • Mitarbeiter ohne Impf- oder Genesenen-Nachweis, müssen bei Betreten des Unternehmens ein offizielles Testzertifikat vorweisen. PCR-Tests sind 48 Stunden gültig, Antigentest nur 24 Stunden.
  • Das Unternehmen muss für anfallende Kosten (z.B. für PCR-Tests) nicht aufkommen.

 

Regeln für Veranstaltungen

Viele Buchhandlungen bieten regelmäßig Lesungen oder sogenannte „Einschließabende“ an. Das neue Infektionsschutzgesetz sieht auch hier eine Verschärfung vor:

  • Ab einer landesweiten Hospitalisierungsrate von 3 gilt für Veranstaltungen die 2G-Regel.
  • Ab einer Hospitalisierungsrate von 6 können die Bundesländer aus 2G auch 2G-plus machen. Geimpfte und Genesene müssen dann zusätzlich einen tagesaktuellen Covid-Test nachweisen können.
  • Die Bundesländer können ab einer Hospitalisierungsrate von 9 zusätzliche Maßnahmen ergreifen.

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