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Kein Hurra für Austria

Die Stimmung sei besser als die Zahlen, versichert Gerald Schantin. „Die Rückmeldungen der Buchhandlungen an uns im Weihnachtsgeschäft waren durchweg positiv“, berichtet der Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels (HVB). Unterm Strich freilich hat die gute Laune nicht geholfen: Bei seiner Untersuchung der Branchenlage in Österreich im Auftrag des HVB hat der Marktforscher Media Control/GfK für 2013 ein Umsatzminus von 2,1% ermittelt.

Auch das Weihnachtsgeschäft war entsprechend bescheiden: Im Dezember ging das Geschäft um –1,9% zurück, beim Aufgalopp im November lag der Umsatz sogar 3,9% unter dem Vorjahresmonat. 

Dabei standen die Sortimenter der Alpenrepublik 2012 mit einem kleinen Plus von 0,9% noch deutlich besser da als ihre Kollegen in Deutschland (–1,4 nach dem buchreport-Umsatztrend) und in der Schweiz (–1,1% laut Media Control). Als Ursache für den aktuellen Rückgang vermutet Schantin u.a. eine Verlagerung zum E-Book. Als Indiz dafür sieht er den starken Umsatzrückgang im Segment Taschenbücher um 9%. Um auf diesem Gebiet mehr Klarheit zu bekommen, will der Verband nach Schantins Worten „große Anstrengungen unternehmen, die E-Book-Umsätze besser durch entsprechende Marktforschung einschätzen zu können“.
Als Konsequenz aus dem Umsatzrückschlag werde der Verband das Gespräch mit der Regierung suchen, um eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Buchhandel auszuloten, kündigt Schantin an. Auf dem Wunschzettel des HVB stehen u.a. günstigere Postgebühren. 

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