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Der Umbau des Vertriebs

Nein, das Vertretersystem wird auch 2011 nicht grundsätzlich infrage gestellt, aber der Einsatz der Außendienstler wird rationalisiert. Beispiele:

  • Für die 300 Euro teuren Besuche gibt es immer öfter ein Kontakt-Controlling. Besonders umstellen müssen sich jetzt die Kunden der größten Publikumsverlagsgruppe Random House, die ein System aus (weniger) Hausbesuchen und (mehr) Telefonbetreuung ausgeklügelt hat, das im neuen Jahr greifen soll.
  • Die Vertretertaschen werden aufgeräumter. Statt vielfältiger Wundertüte ist mehr Themen- und Zielorientierung angesagt. Beispiel: dtv schickt jetzt ein neu zusammengestelltes Team in den Markt, das ausschließlich Lese- und Hörstoff für den Nachwuchs in den Handel bringt mit u.a. Oetinger Taschenbuch, Klett Kinderbuch, Herder Kinderbuch und Jumbo-Hörbuch im Gepäck.

Kommentare

4 Kommentare zu "Der Umbau des Vertriebs"

  1. Peter-Uwe Sperber | 2. Januar 2012 um 19:12 | Antworten

    300 € ? Da muss ein kaputter Taschenrechner im Spiel gewesen sein. Freie Vertreter müssen seit Jahren schon 350 € und mehr ausweisen !
    Neue Vertriebsstruktur 2012 bei SCHLEICH heisst u.a. Händler künftig noch intensiver und persönlicher betreuen, das gilt für 4 Regionalverkaufsleiter und 27 Fachberater im Aussendienst „Wir wollen die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle haben, um den Handel optimal unterstützten zu können“ und weiter Uns ist es wichtig, dass unsere Aussendienstmannschaft alle Details kennt, authentisch ist und alle Fragen beantworten kann“.
    Verlagsname und ausuferndes Programm alleine taugen doch nichts, das Vertrauen für einen Verlag haben seit Jahrzehnten die Damen und Herren im Aussendienst aufgebaut!

  2. Ich kann mich dem Kommentar von Herrn Schmitz nur anschließen. Reagieren werde ich durch eine Reduzierung des Angebotes von dtv-junior und eine noch stärkere Hinwendung zu Verlagen aus dem Kinder- und Jugendbuchbereich, die mir auskömmlichere Konditionen bieten.

  3. Das neue Vertriebsmodell von DTV geht, wie zuletzt häufig bei neuen Strukturen, mal wieder zulasten des kleinen Sortiments: Abspaltung von
    Umsätzen (DTV Junior) und Eingruppierung in eine neue Umsatz-Staffel verbunden natürlich mit Rabattkürzungen.

  4. Anstatt ein System aus weniger Hausbesuchen und mehr Telefonbetreuung sollte Random House vielleicht eher über die völlig überflüssige dritte Reise nachdenken. Da ließe sich eine Menge Geld sparen, vielleicht sogar das „Kontaktcontrolling“…

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