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Woran IT-Abteilungen heute und morgen gemessen werden

Bild: Pixabay

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Unternehmens-IT ist schon lang keine reine Verwaltung von Infrastrukturen mehr. Besonders in der Medienbranche ist sie zum Enabler von Geschäftsmodellen geworden. Ihr Selbstbild – und das Bild, das die Businessverantwortlichen von ihr haben – wandelt sich radikal. Mit diesem Wandel wächst der Druck in Richtung einer unternehmerisch vorausdenkenden IT.

Eine Untersuchung der Managementberatung Horváth & Partners zeigt, welche Erwartungen Entscheider heute an ihre Unternehmens-IT haben. Die Ergebnisse im IT-Channel von buchreport.de.

 

Was Unternehmens-IT heute kann. Grafik: Horváth & Partners.

Was Unternehmens-IT heute kann. Grafik: Horváth & Partners.

Die IT verändert sich rasant: Digitalisierung, Robotics, Artifical Intelligence und die Notwendigkeit einer stärkeren Flexibilität und einer höheren Geschwindigkeit wirken sich auf die Rolle der IT im Unternehmen aus. In vielen Unternehmen wird von der IT gefordert, dass sie sich von einem klar strukturierten und auf Kosteneffizienz ausgerichteten Service-Anbieter zu einem integralen Treiber der digitalen Transformation weiterentwickeln soll.

Kundenorientierung weitgehend Fehlanzeige, sagen Entscheider. Grafik: Horváth & Partners.

Kundenorientierung verbesserungswürdig, sagen Entscheider. Grafik: Horváth & Partners.

In der Wahrnehmung vieler Entscheider reagiert allerdings der IT-Bereich nicht ausreichend schnell auf neue Anforderungen oder scheitert daran, innovative Lösungen bereitzustellen. Eine Studie der Managementberatung Horváth & Partners zeigt, dass sich die IT in vielen Unternehmen wandeln muss, um Gestalter und Treiber der digitalen Transformation im Unternehmen zu werden.

IT-Organisationen sollen sich – so meinen jedenfalls die befragten Führungskräfte aus Geschäftsleitungen und operativen Bereichen – weniger auf den reinen IT-Betrieb konzentrieren, sondern vielmehr innovative IT-Lösungen entwickeln, die Automatisierung von Geschäftsprozessen vorantreiben und sich grundsätzlich agiler aufstellen. Ohne diese Veränderungen werde die IT nicht den wachsenden Anforderungen an eine Adaptive IT gerecht.

IT-Grundlagen und Technologien der Zukunft

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Für die branchenübergreifende Studie „Adaptive IT – Die IT-Organisation im Wandel“ befragte Horváth & Partners rund 190 Unternehmensentscheider in Deutschland, Österreich und der Schweiz online. Ziel der Studie war es, die aktuelle Wahrnehmung und die zukünftige Rolle der IT-Organisation in Unternehmen zu untersuchen.

Große Diskrepanz zwischen aktueller Wahrnehmung und zukünftiger Rolle

Nur jeder Zehnte sieht die IT uneingeschränkt als eine kundenorientierte Serviceorganisation. Deshalb überrascht es nicht, dass in 61 % der Unternehmen auch die Fachbereiche IT-Lösungen erarbeiten. Die Ergebnisse zeigen, dass viele IT-Organisationen einen erheblichen Teil der Wegstrecke noch vor sich haben, um sich von der reinen Abwicklung von IT-Projekten und der Sicherstellung eines reibungslosen IT-Betriebs zum Gestalter und Treiber der digitalen Transformation im Unternehmen zu entwickeln.

Weitere Ergebnisse im Detail:

  • 96 % der befragten Entscheider sind sich einig, dass die Bedeutung der IT innerhalb der Gesamtorganisation in den nächsten drei Jahren stark zunehmen wird
  • Allerdings wird in 77 % der Unternehmen die IT aktuell als eine rein technische Funktion wahrgenommen
  • Nur 10 % der Befragten sind der Meinung, dass die IT in der Lage ist, flexibel auf Anforderungen der Fachbereiche einzugehen.
  • Lediglich 6 % der Unternehmen geben an, dass im IT-Bereich proaktiv Innovationen für die Fachbereiche erarbeitet werden

Diese Ergebnisse zeigen, dass der IT-Bereich in der Wahrnehmung vieler Entscheider nicht ausreichend schnell auf neue Anforderungen reagiert oder daran scheitert, innovative Lösungen bereitzustellen. Die IT in vielen Unternehmen wird also häufig nicht als Adaptive IT und damit auch nicht als eine kundenorientierte Serviceorganisation wahrgenommen. Vier hauptsächliche Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung der IT als kundenorientierte Service-Organisation konnten im Rahmen der Studie identifiziert werden:

  • Die IT wird als Gestalter der digitalen Transformation im Unternehmen wahrgenommen
  • Die IT denkt in den Geschäftsprozessen des Unternehmens
  • Die IT erarbeitet proaktiv Innovationen für die Fachbereiche
  • Die IT ist in der Lage, flexibel auf die Anforderungen der Fachbereiche einzugehen

Die Adaptive IT als kundenorientierte Serviceorganisation

Auf dem Weg zu einer proaktiven IT sind die wichtigsten Handlungsfelder in einem Zeithorizont von zwei bis drei Jahren das „Business Partnering“ mit Ausrichtung auf agile Prozesse und die Orchestrierung aller IT-Aktivitäten im Unternehmen, um eine optimale Prozess-System-Unterstützung sicherzustellen. Dazu gehört die proaktive Beratung der Fachbereiche in Bezug auf deren Geschäftsprozesse und die dafür verfügbaren innovativen Technologien. „Die identifizierten Handlungsfelder zeigen auf, dass sich eine Adaptive IT dadurch auszeichnet, dass sie agil mit den Fachbereichen zusammenarbeitet und übergreifend alle IT-Aktivitäten im Unternehmen koordiniert. Dafür ist eine Integration von Fachbereich und IT und die genaue Kenntnis der Geschäftsprozesse des Unternehmens eine unbedingte Voraussetzung. Nur so kann die IT den entscheidenden Wertbeitrag in der digitalen Transformation liefern“, sagt Jörg Thamm, Leiter des Beratungssegments IT-Strategy & Target Operating Model bei Horváth & Partners.

Gewünschte Handlungsfelder einer Adaptiven IT. Grafik: Horváth & Partners.

Gewünschte Handlungsfelder einer Adaptiven IT. Grafik: Horváth & Partners.

Für die Entwicklung zur Adaptiven IT sind grundlegende Veränderungen notwendig. IT-Organisationen sollten sich weniger auf den reinen IT-Betrieb konzentrieren, sondern vielmehr innovative IT-Lösungen entwickeln, die Automatisierung von Geschäftsprozessen vorantreiben und sich grundsätzlich agiler aufstellen. Um flexibel auf Anforderungen eingehen zu können und die Digitalisierung der Organisation proaktiv mit Innovationen zu gestalten, muss die IT die Geschäftsprozesse des Unternehmens und den möglichen eigenen Wertbeitrag zu diesen Prozessen genau kennen. Wenn eine IT diese Voraussetzungen erfüllt, kann sie den wachsenden Anforderungen an ihre Rolle im Unternehmen in Zukunft gerecht werden.

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