Für ein »smartes« Leben

In der vergangenen Woche war es mal wieder so weit: Bei der Unterhaltungselektronikmesse Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas haben die Anbieter ihre neuesten Würfe präsentiert. Vor dem Start der 50. Ausgabe war bereits klar, dass das Internet der Dinge und intelligente Geräte das vorherrschende Messethema sein würden.

Neue E-Reader suchte man denn auch vergeblich. Sie werden ohnehin eher im Umfeld der Frühjahrs-Buchmessen und der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. E-Ink-basierte Produkte gab es trotzdem zu sehen, darunter eine Schreibtafel des Start-ups QuirkLogic. Das Whiteboard „Quilla“ ist mit 42 Zoll besonders groß und daher laut Hersteller besonders für Unternehmen und Schulen interessant – zumal sich die Schreibfläche nochmals vergrößern lasse, indem mehrere Tafeln miteinander gekoppelt werden.

Digitale Sprachassistenten: »Alexa« ist allseits präsent

Amazon macht immer deutlicher, dass es sich über Handel und Logistik hinaus als Technologieentwickler versteht. Bereits seit geraumer Zeit erweist sich für das Unternehmen vor allem die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) als sehr profitabel, die auch den Löwenanteil des operativen Gewinns ausmacht. Auf der CES 2017 hat sich Amazon jetzt auch als Anbieter für Spracherkennung und Sprachassistenten profiliert. Die haus­eigene Software „Alexa“ war in etlichen Produkten anderer Hersteller integriert und deshalb für viele Experten der Star der Messe:

  • Die Autohersteller BMW, Ford und VW verwenden die Sprachsteuerung bereits in ihren Fahrzeugen.
  • Der Elektronikhersteller LG stattete einen Kühlschrank mit „Alexa“ aus.
  • Lenovo hat mit dem „Smart Assistant“ einen intelligenten Lautsprecher vorgestellt, der stark an Amazons eigenen „Echo“-Lautsprecher erinnert.

„Echo“ kann (mit „Alexa“ im Hintergrund) Fragen beantworten („Wie wird das Wetter heute?“), Termine erstellen, Online-Einkäufe erledigen, Musik abspielen oder Bücher vorlesen. Zudem können Nutzer damit ein „Smart Home“ schaffen, in dem sich per Sprachbefehl etwa das Licht einschalten oder die Raumtemperatur regeln lässt. In den USA ist „Echo“ bereits frei erhältlich, in Deutschland aktuell nur für ausgewählte Kunden. Während „Alexa“ eher mit Einkäufen punktet und damit Amazon auch als Händler nah an den Kunden bringt, ist „Home“ von Google (hierzulande noch nicht verfügbar) naturgemäß bei Suchanfragen stark.

Intelligente Autos stehlen Unterhaltungselektronik die Show

Präsenz zeigten auch nahezu alle großen Autohersteller, die öffentlichkeitswirksam Prototypen und Konzeptstudien selbstfahrender Autos vorstellten. Der Brückenschlag zur Unterhaltungselektronik: Wenn Passagiere künftig nicht mehr selbst am Steuer sitzen, müssen sie an Bord ganz neu unterhalten werden.

Weiterentwicklungen deuten sich bei Virtual-Reality-Systemen an: Die nächste, kabellose Produktgeneration ist noch nicht marktreif, wurde aber schon einmal in Hinterzimmern gezeigt.

  • Wie weit ist Alexa bereits verbreitet? Das Technologieportal „The Verge“ hat eine Produktliste zusammengestellt url.pubiz.de/verge

Die Amazon-Software „Alexa“, die sich im „Echo“-Lautsprecher verbirgt, wird jetzt auch von anderen vielfältig angewandt. (Foto: Amazon)

Messestars: Besonders große Resonanz erfuhren die Prototypen und Konzeptstudien der Autohersteller. Toyota etwa will Assistenzsysteme einführen, die den Fahrer unterstützen, ihn aber nicht ersetzen (Foto: CES).

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