Unterwegs im Namen der schönen Bücher

Karin Schmidt-Friderichs (Verlag Hermann Schmidt, Mainz) gibt Ende des Monats ihre Vorstandsarbeit in der Stiftung Buchkunst ab. Ihr Nachfolger im Vorstand wird Joachim Unseld (Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main, Foto: buchreport/rue). Schmidt-Friderichs wurde am Leipziger Messefreitag im Anschluss an die Preisverleihung der „Schönsten Bücher aus aller Welt“ verabschiedet.

Der Vorstand des Börsenvereins hatte im Vorfeld der Leipziger Buchmesse entschieden, Joachim Unseld als Vertreter der Buchbranche in den Vorstand der Stiftung Buchkunst zu entsenden. Als weiterer Vertreter der Buchbranche ist dort Wulf D. v. Lucius (Lucius & Lucius, Stuttgart) aktiv.

Karin Schmidt-Friderichs stand seit 2011 an der Spitze der Stiftung Buchkunst, unter ihrer Führung wurden die Stiftung und ihre Preise neu aufgestellt. In ihrem letzten Amtsjahr 2015 war die Zukunft der Stiftung monatelang ungewiss, nachdem der Börsenverein bei den Buchtagen angekündigt hatte, künftig statt 46.000 nur noch 12.000 Euro für die schönen Bücher überweisen zu wollen. Eine Neuverteilung des Stiftungsbeitrages des Börsenvereins (65.000 Euro in Bar- und Sachleistungen) innerhalb der Börsenvereinsgruppe löste dann im November 2015 das Problem: Seit diesem Jahr übernehmen die Wirtschaftstöchter MVB und AuM einen Teil der Beiträge, sodass der Verband seinen Anteil im Zuge der Sparmaßnahmen wie geplant zurückschrauben konnte, ohne den Fortbestand der Stiftung zu gefährden.

Dieses Jahr feiert die Stiftung Buchkunst ihr 50-jähriges Bestehen.

Kommentare

1 Kommentar zu "Unterwegs im Namen der schönen Bücher"

  1. Es ist sehr zu begrüßen, dass der Verleger Joachim Unseld den Vorsitz der Stiftung Buchkunst übernimmt.
    Mit dabei ist auch Herr Wulf D. von Lucius, der in der Buchbranche durch seine Aktivitäten sehr bekannt ist.
    In diesem Zusammenhang ist auch zu betonen, dass die Stiftung Buchkunst weiterhin durch den Börsenverein unterstützt wird.
    Joachim Unseld hat mit seinem eigenen Verlag Frankfurter Verlagsanstadt bisher bewiesen, dass er weiterhin bereit ist, sich als Verleger zu profilieren und seinen Ideen treu zu bleiben.
    Die Stiftung Buchkunst kann er also mit eigenem Elan nach vorne bringen und es ist vor allem wichtig, dass Bücher von Verlagen gesucht werden, die besonders in ihrer Gestaltung, also im Einband und der Schrift usw. einen hervorragenden Eindruck im Blick zur Bibliophilie zeigen. Jedenfalls muss die Stiftung Buchkunst weiterhin erhalten bleiben, denn sie erfüllt auch mit ihren Statuten eine kulturelle Aufgabe.
    Zudem ist die Stiftung Buchkunst ein Teil der Geschichte des Buchwesens in Deutschland.
    H. Kraft

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