Manche Kosten nicht hoch genug kalkuliert

Ocelot, ausgerechnet Ocelot, wird es vielen Vertretern der Branche bei der Lektüre dieser Meldung durch den Kopf gehen: Jene Buchhandlung, die im Sommer 2012 mit allerlei optischer und konzeptioneller Extravaganz gestartet war und sich durch zahlreiche Medienreflexe zu Deutschlands Vorzeigebuchhandlung entwickelte, hat kein Geld mehr.
Bereits in der vergangenen Woche musste Ocelot-Gründer Frithjof Klepp den Gang zum Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg antreten, das inzwischen Dr. Jürgen Wallner (Kanzlei WallnerWeiss, Budapester Straße 31, 10787 Berlin) als vorläufigen Sachwalter eingesetzt hat. Ziel: eine Unternehmenssanierung durch Insolvenz in Eigenverwaltung. Nach erster Erfassung der Unternehmenssituation, so Klepp, komme der vorläufige Sachwalter zu dem Ergebnis, dass der Geschäftsbetrieb fortzuführen sei, da bereits jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Fortführungsfähigkeit des operativen Kernes bzw. der Gesellschaft insgesamt ausgegangen werden könne.
„In Schieflage ist Ocelot geraten, weil im Businessplan manche Kosten nicht hoch genug kalkuliert waren“, rekapituliert Klepp im nachfolgenden Interview die Ursachen der Insolvenz. Weitere Ursache: Dem Einzelkämpfer fehlten am Ende die Kapazitäten, um jenseits des Tagesgeschäfts das Konzept weiterzuentwickeln. Inzwischen sucht Klepp nach Investoren, mit deren Hilfe die finanzielle Notlage entschärft werden soll. 
Ocelot war Anfang Juni 2012 in Berlin-Mitte mit dem Anspruch gegründet worden, „das Leseerlebnis zu revolutionieren“ – der Claim „not just another bookstore“ sollte u.a. mit einem liebevoll ausgewählten Sortiment, erstklassigen Café, der zentralen Lage in Berlin sowie einer Verzahnung von Online- und stationärem Geschäft eingelöst werden. Klepp ist nicht nur mit dem Konzept seiner modernen Cross-Channel-Edel-Buchhandlung früh dran gewesen, Mitte der 2000er-Jahre leitete der gelernte Kiepert-Buchhändler den Volltextsuche-Dienstleister Ocelot, dessen Name später – zwischenzeitlich war Klepp als Einkaufsleiter bei dem Onlinebuchhändler Kohlibri und als Filialleiter bei Zweitausendeins in Berlin tätig – Pate stand für die Buchhandlung. 
Die wird nicht nur in den Feuilletons landauf, landab gefeiert, zum Einjährigen schrieb Stephan Porombka, Professor für Texttheorie und Textgestaltung an der Universität der Künste in Berlin: „Frithjof Klepp hat mit dem Ocelot-Projekt einen Netzraum geschaffen, durch den wir uns bewegen und in dem wir Bücher wählen können, sie kombinieren können, sie dort hinten auf den Kissen liegend lesen können, sie hier vorne mit Kaffee zu uns nehmen können – und sie natürlich kaufen und mitnehmen können.“ Und: „Dabei bekommt man mehr als ein Buch. Erworben wird der Anschluss an ein Netzwerk, dass die Atmosphäre in unseren Taschen bis an die Orte trägt, wo wir die Bücher aufschlagen und weiterlesen. Wo immer wir dann auch sind: Wir lesen Ocelot. Wir sind dann alle ein bisschen Ocelot.“
Was sind die Ursachen der Insolvenz?
Frithjof Klepp: Ich war juristisch verpflichtet, offiziell Insolvenz anzumelden, weil in absehbarer Zukunft Zahlungsunfähigkeit droht. Natürlich habe ich in den letzten Tagen mit einem unabhängigen Gutachter alles nochmal auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis zeigt: Insgesamt war der Business-Plan gut durchdacht. Die getätigten Investitionen waren im heutigen Marktumfeld notwendig und angemessen. Die Umsätze haben sich insgesamt gut und dynamisch entwickelt; die fehlenden Online-Umsätze konnten wir noch nicht aufholen. In Schieflage ist Ocelot geraten, weil im Businessplan manche Kosten nicht hoch genug kalkuliert waren. So hatte ich beispielsweise die Herausforderungen eines unabhängigen, anspruchsvollen Onlineshops nicht hoch genug eingeschätzt. Nicht zuletzt hatte ich versäumt, krankheitsbedingte Personalkosten einzukalkulieren.
Was muss passieren, damit Ocelot überlebt?
Kurzfristig braucht der Laden eine mittlere fünfstellige Summe. Dann könnten wir das erwartbar gute Weihnachtsgeschäft bestreiten. Mittelfristig bedarf es etwas mehr, um Ocelot nachhaltig auf stabile Füße zu stellen. Aber wenn wir die Konzepte ohne finanzielle Einschränkung konsequent umsetzen könnten, wird sich auch die bereits jetzt erreichte Markenbildung und Reichweite auszahlen. Wenn man sieht, wie gut Ocelot an diesem prominenten Standort in Berlin-Mitte von der Kundschaft angenommen wird, wird klar, dass neue Buchhandelskonzepte eine Zukunft haben.
Welche Fehler haben Sie gemacht?
Die Planung des Projektes war lange nicht als One-Man-Show gedacht. Erst als die Verhandlungen bei der Immobiliensuche schon sehr weit fortgeschritten waren, zeichnete sich ab, dass ich Ocelot als einzelner Geschäftsführer und Inhaber führen müssen würde. Für einen Einzelkämpfer ist solch ein innovatives Projekt eine sehr große Aufgabe. Das Tagesgeschäft war so arbeitsintensiv, dass manche Energien, die für die Weiterentwicklung des Geschäftskonzepts notwendig gewesen wären, gefehlt haben. Zwar haben wir durch den Veranstaltungsort und die Location eine immense Attraktivität geschaffen. Aber ich habe unterschätzt, wie mühsam sich solch ein Erfolg in Erträge und die wirtschaftlich notwendigen Bezugskonditionen umsetzen lässt.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Frage kann ich zur Zeit nicht mehr alleine beantworten – die nächsten Schritte und Wochen werde ich gemeinsam mit dem Insolvenz-Verwalter gehen. Zunächst einmal will ich den Schaden für alle Gläubiger möglichst gering halten. Dies wird nach meiner Auffassung besser gelingen, wenn wir den Standort, die Buchhandlung, im Weihnachtsgeschäft so attraktiv wie möglich halten. Dazu müssen wir weiterhin im Geschäft mit den Lieferanten und den Dienstleistern bleiben und natürlich auch den Vermieter bedienen. Parallel dazu verhandeln wir mit potenziellen Investoren – wir mussten in den letzten Wochen sehr vorsichtig agieren und die Gespräche unter hohem Druck führen. Nun, da wir, wenn auch nicht ganz freiwillig, mit den aktuellen Nachrichten eine breitere Öffentlichkeit bekommen, möchten wir gerne explizit um Investoren werben. Wir bleiben optimistisch, dass die Potenziale des bereits Geschaffenen erkennbar sind, und hoffen auf gute und zügige Gespräche. 

Wie sieht Ihre Vision für Ocelot aus?
Die Idee, eine Buchhandlung als intelligente und selbstbewusste Marke aufzubauen, die auf Zielgruppen zugeht, ohne sich anzubiedern, ist meiner Ansicht nach weiterhin der richtige Weg. Das Konzept muss nach den Erfahrungen der ersten zwei Jahre aber natürlich justiert und verfeinert werden. In solch einer Situation kann man viele Dinge diskutieren und überdenken.

Nur eins ist klar: Die „Entweder-Oder-Fragen“ der Branche – E-Book oder Print? Online oder Lokal? – wird am Ende nur der Kunde beantworten. Deswegen muss man die digitale Beschleunigung in Herstellung und Vertrieb eben auch im Handel bis zum Ende denken. Aus Kundensicht stehen Buch und „Digital Content“ völlig selbstverständlich nebeneinander. Die Verknüpfung von Bookstore und Onlineshop ist eine Lösung, die dem heutigen Kunden authentisch und qualifiziert erscheint. Derlei erfordert nicht einmal besonders große Investitionen. Die erzielten Umsätze in Berlin-Mitte, einem Umfeld mit sehr hoher Buchhandelsdichte und sehr anspruchsvoller Kundschaft, belegen das große Potenzial dieses neuartigen Konzeptes. Ocelot hat sich zudem innerhalb kürzester Zeit als Ort des geistigen Austausches, der Location für anspruchsvolle und gleichzeitig unterhaltsame Events etabliert. Mehr als 70 gut bis sehr gut besuchte Veranstaltungen seit unserer Eröffnung im Sommer 2012 sprechen hier eine deutliche Sprache. All diese Erfolge lassen mich an dem Kern der Ocelot-Vision festhalten.

Kommentare

20 Kommentare zu "Manche Kosten nicht hoch genug kalkuliert"

  1. Berliner Kollege | 5. November 2014 um 9:42 | Antworten

    Einige Kommentierende möchte ich daran erinnern, dass es sich bei ocelot um eine inhabergeführte Buchhandlung handelt mit einer offensichtlich realistischen Fortführungsperspektive.
    Es sei der Fairness halber daran erinnert, dass der größte Wettbewerber, dem sich Frithjof Klepp gegenüber sieht, derzeit keineswegs erfolgreich wirtschaftet (http://www.faz.net/aktuell/wir…, sondern einfach anders alimentiert wird. Wäre das anders, dann wäre Amazon nicht erst dieses Jahr „juristisch verpflichtet“, Insolvenz anzumelden. Niemand stellt aber hier bisher das Geschäftsmodell einer großen online-Buchhandlung infrage, sondern es gilt als Konsens, dass dieses Geschäftsmodell funktioniert.
    Wer das einbezieht, darf gerne die Geschäftsmodelle gegeneinander stellen.

  2. Unser Ex-Kanzler Schröder hatte mal einen schönen Satz: „Visionen haben nur Alkoholiker.“ In einem anderen Bericht steht, dass sich der Laden 200.000 für maßgeschneiderte Möbel geleistet hat. Tja, für einen Gucci-Flagship-Store ist das passend, aber nicht für eine Ware (Huch, darf man das sagen?), die auf den Regalmeter nur einen Bruchteil dessen an Einnahmen einspielt. Die Unternehmensgeschichte ist voll mit Beispielen von Visionären, die mit viel Liebe, bester Fachkenntnis und einer gehörigen Portion Betriebsblindheit in einen sterbenden oder bestenfalls stagnierenden Markt investiert haben. Wer nüchtern denkt, der investiert in (erwartet) wachsende Märkte und Ideen – und zwar überproportional wachsende.
    Hoffnung ist was für Fußballfans und Nostalgiker, die zuviel Geld geerbt haben.
    Und wer jetzt immer noch nach Gründen sucht, warum ich nicht Recht habe, der soll sich mal die Frage stellen: Warum wurde dann Insolvenz angemeldet?

    • Na, Ihnen scheint der Tod der Branche ja nicht schnell genug voranzukommen, wenn Sie sich hier so bemühen, sie totzureden. 🙂 Sie mögen Spaß daran haben, Datensätze per Onlinehandel zu vertreiben. Das ist doch ok. Dazu müssen Sie ja nicht unbedingt den Handel mit Büchern schlecht machen, oder?

      Dass die Insolvenz von Ocelot ein Zeichen dafür wäre, dass es mit dem klassischen Sortimentsbuchhandel endgültig vorbei sei, widerlegen doch zahlreiche Beispiele von innovativen, gut geführten und kreativ arbeitenden Buchhandlungen, die wirtschaftlich durchaus bestehen können und sogar wachsende Umsätze verzeichnen. Darunter gibt es auch zahlreiche Neugründungen der letzten Jahre.

      Es kann also durchaus funktionieren. Dass es bei Ocelot schief gegangen ist, hat wohl vor allem Gründe, die im Konzept und den Problemen dieses speziellen Falls zu suchen sind. Und dafür lassen sich hoffentlich auch Lösungen finden.

  3. Bis jetzt war mir das Geschäft unbekannt, obwohl ich ein Büchernarr bin. Die Lage mag mich auch nicht überzeugen.
    Trotzdem viel Erfolg bei der Lösung des Engpasses.

  4. Ich habe bereits online bei euch eingekauft und war, wie jeder Kunde, froh über den kostenlosen Versand – wäre aber auch bereit gewesen diesen zu zahlen. Vielleicht wäre auch das ein Ansatz. Ich arbeite selber im e-Commerce und kenne die Kosten. Abgesehen davon war ich begeistert von eurem Kundenservice, ich hatte nach einem Bundle eines Autoren gefragt, superschnell eine freundliche Antwort sowie eine schnelle Lieferung erhalten.
    Ich wünsche euch, dass es weitergeht!

  5. Das zeigt, dass auch mit dem schicksten Ladenlokal, dem besten Hipster-Independent-wir-gegen-die-Großen-Konzept die Grundprobleme des stationären Buchhandels nicht zu lösen sind. Die Zeiten des stationären Buchhandels sind vorbei, niemand braucht für seine Shades of Greys oder seine Reclamheftchen diese Art des Spezialhändlers, auch wenn sich das die Branche nicht eingestehen möchte. Es gibt keine Vorteile für den Kunden gegenüber den Ketten und den Onlinegeschäften. Erfahrung wurde erfolgreich durch Empfehlungsalgorithmen und neue Services ersetzt. Die Verlage tun durch alte Strukturen und starre Denkweisen ihr übriges, oder findet ihr es einfach im Laden ein DRM geschütztes E-Book zu kaufen? Und das Modell „Mitleid“ oder „BuyLocal“ oder wie die ganzen Mimimi-Konzepte heißen locken keinen Kunden dauerhaft hinter dem Ofen hervor, außer vielleicht wenn man mit Krombacher den Regenwald rettet.

    • Hart, aber wahrscheinlich wahr. Tragfähige stationäre Buchhandelskonzepte sehe ich bislang auch eher in der Nische von 1 bis 2 Frau/Mann-Betrieben. Meine Gedanke dazu gibt es auch unter http://thomasbrasch.wordpress….. War aber auch hier mal veröffentlicht.

    • Liebe Beate, (…, von der Redaktion gelöscht). Das halte ich doch für eine extrem starre Denkweise Ihrerseits. „Scheitern“ scheint aus Ihrer Sicht ein ernsthaftes Problem zu sein und Sie verbinden mit diesem Begriff sofort den kompletten Untergang einer Idee. Es gibt Unternehmen, die den Begriff „trial and error“ kreativ nutzen, amazon oder apple zum Beispiel. Warum gestehen Sie dem mutigen Kollegen in Berlin dies nicht zu, beerdigen aber dafür reflexhaft gleich eine ganze Branche? (…)

      Bitte passen Sie auf Ihren Ton auf, d. Red.

    • Der Kunde hat Recht. So einfach ist das. Oder wie man auch sagt: „Die Wahrheit ist auf dem Platz“. Ich brauche im Buchladen keinen Kaffee trinken, den nehme ich zuhause zu mir, während ich online schön bequem stöbere, mich zurücklehne und Leseproben begutachte.

  6. „Ich war juristisch verpflichtet, offiziell Insolvenz anzumelden…“ – Ach so, ich dachte, wegen schlechter Geschäfte… ja dann… sind mal wieder die anderen Schuld; und natürlich die dummen Kunden, die das nicht verstanden haben, was die selbst-referenzielle Presse wieder hochgejazzt hat.

    „(hat) … einen Netzraum (Häh?) geschaffen, durch den wir uns bewegen und in dem wir Bücher wählen können, sie kombinieren können (Wie? Drei Seiten hiervor, vier Seiten davon?), sie dort hinten auf den Kissen liegend lesen können, sie hier vorne mit Kaffee zu uns nehmen können“ – Ja, und am besten gleich auslesen…

    Schon komisch, es liest sich, als würde der Laden an Über-Akzeptanz pleite gegangen sein. Ach, schieben wir es einfach auf das pöse Amazon.

    • „Juristisch verpflichtet“ bedeutet definitiv nicht, dass die Schuld auf andere geschoben wird. Sondern dass das Insolvenzgesetz eine Grenze festlegt, bis zu der ein Geschäft als zahlungsfähig gilt – und danach muss man Insolvenz anmelden (man kann auch schon früher). Tut man’s nicht, macht man sich meines Wissens strafbar. Liegt man theoretisch immer auch nur ein wenig über dieser Grenze, könnte man wurschteln so lange man will. Was die Sanierungsmöglichkeiten definitiv nicht verbessert.

      • Ich kenne das Insolvenzrecht.
        Mir geht es nur darum, dass dieser Satz an erster Stelle steht, so als hätten andere Schuld. Die Begründung folgt später. Nein, hier ist nicht das Insolvenzrecht Schuld, sondern ein Idealist, der sich übernommen hat.

    • Volker Oppmann | 5. November 2014 um 0:51 | Antworten

      Sorry, aber den Kommentar hätte es wirklich nicht gebraucht.

      • warum?

        • (…) Lieber Amazon unterstützen, einen Konzern, der sich seine Versandzentren, in denen die Mitarbeiter übel geknechtet werden, vom deutschen Steuerzahler (also auch von Ihnen, falls Sie Steuern zahlen) subventionieren lässt und zum Dank dafür in Deutschland keine Unternehmenssteuern zahlen, da die Europazentrale in Luxemburg sitzt. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er so was wie ein soziales Gewissen hat, oder völlig verkümmert ist. Jeder entscheidet selbst, in welcher Welt er leben will. Ihnen ist vermutlich in der Beziehung nicht mehr zu helfen.

          Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich, d. Red.

    • Ih, wie anmaßend zynisch Sie sind – man wird ja ganz mitleidig.

      Muss ein „Null-Papier-Verleger“ zwangsläufig auch Null Manieren haben, kombiniert mit Null Ahnung? Statt Kollegialität zu beweisen, lieber mit „Visionen haben nur Alkoholiker“ zu glänzen, berührt mich befremdend bis peinlich.

  7. Es ist schmerzlich zu erfahren, dass dieses stationäre Modell eines Buchhandels trotz aller optimalen Umstände keine ausreichenden finanziellen Perspektiven aufzeigen kann. Selbst wenn sich ein Investor findet, ist es ein Rückschlag für alle, die auf solch zukunftsweisende Konzepte hofften. Leider sind meine finanziellen Möglichkeiten, mich an diesem Abenteuer „Stationäre Zukunft des Buchhandels“ zu beteiligen sehr beschränkt. Doch könnte hier einmal die Crowd zeigen, dass ihr so etwas wert ist, weiter finanziert zu werden. Ich empfehle daher, schnellstens ein entsprechendes Projekt auf einer der Crowdfunding-Plattformen anzubieten. Am besten kommt eine der Plattformen direkt auf ocelot zu, denn hier können sich PR-Effekte ergeben. Meinerseits biete ich gerne Innovations- , Marketing und Vertriebsberatung pro bono an.

    • Quatsch – diese „optimalen Umstände“ und gleich noch „alle“ davon haben ja gar nicht stattgefunden. Ja: enorme Medienpräsenz, ein hervorragender Buchhändler und Unternehmer, das passende Umfeld und jede Menge Zuspruch aus allen Ecken der Branche. Das hat aber nichts mit operativen Ergebnissen zu tun, die sich unter anderem wie von FK konstatiert durch zu niedrig kalkulierte Ausgaben oder unerwarteten Ärger mit-wem-auch-immer manifestieren. und zu einem ordentlichen Problem namens operativer Insolvenz auswachsen können. Davon abstrahieren lässt sich aber keinesfalls, dass „dieses stationäre Modell (…) keine ausreichenden finanziellen Perspektiven aufzeigen kann sondern höchstens, dass ein guter Typ und eine gute Planung nicht ausreichen, wenn Pech dazukommt. Und auch das nicht wirklich empirisch.

      Wie dem auch sei – Fritte, ich bin sicher, dass das nicht das letzt Wort ist und schließe mich dem suggest von Herrn Brasch an: es gibt eine Community für genau dein Anliegen und nicht zuletzt die 12.000€ von Voland&Quist zeigen, dass die auch in die Tasche greifen. Hau rein.

      • Da wir am Ende dasselbe wollen, lass ich das mal mit dem Quatsch. Es waren optimale äußere Umstände. die sich so wohl nur in wenigen Regionen/Städten finden und die in Zukunft auch nicht mehr diese Aufmerksamkeit erhalten werden. Das, was an internen Liquiditätsproblemen benannt wird, ist schon beängstigend, da es überschaubare finanzielle Größen sind. Hierfür konnten offenbar keine Rücklagen gebildet werden oder die Kreditlinie erweitert. Letzteres heißt, dass bei nüchterner Betrachtung der Kreditgeber kein ausreichendes Geschäftsvolumen erkennen kann, dass eine Erweiterung des Kredits möglich machen könnte. Und das lässt befürchten, dass das Geschäftsmodell – bislang – keine ausreichende finanzielle Perspektive bietet. Wie gesagt: bislang.

        • Volker Oppmann | 5. November 2014 um 0:43 | Antworten

          Der Punkt „überschaubare finanzielle Größen“ trifft auf den Bereich Webshop leider nicht zu, da Frithjof hier nicht nur massiv in eine eigene Lösung investiert hat, sondern das Ganze auch gleich 2 x (nachdem sich der erste „Partner“ leider nicht als Partner gezeigt hat …)

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