E-Book freizukaufen

Mit einer innovativen Idee ging im vergangenen Jahr das Portal Unglue.it an den Start, doch im Nachhinein entpuppte sich das Konzept als wenig erfolgreich. Jetzt testen die Verantwortlichen einen neuen Ansatz.
Ursprünglich konnten die Nutzer von Unglue.it Bücher von Rechteinhabern freikaufen, damit sie anschließend unter Creative-Commons-Lizenz jedem frei zur Verfügung stehen. Doch seit dem Start haben die Nutzer nur fünf E-Books freigekauft. Und obwohl Unglue.it mit De Gruyter einen prominenten Partner gewinnen konnte, zeigten andere Verlage und Autoren wenig Interesse. 
Jetzt testen die Portalbetreiber einen neuen Ansatz: Die Nutzer sollen nicht in ein Buch investieren, um dann darauf zu hoffen, dass es irgendwann unter CC-Lizenz auch allen zur Verfügung steht. Stattdessen können sie das nur mit Wasserzeichen geschützte E-Book direkt kaufen und für den Eigenbedarf verwenden. Wurden genügend Exemplare verkauft, wird das E-Book dann unter CC-Lizenz veröffentlicht.

Mit dem E-Book-Erwerb kaufen die Leser de facto Zeit: Es wird ein Datum festgelegt, zu dem das Werk unter CC-Lizenz erscheinen soll. Für jedes verkaufte E-Book wird dieser Zeitpunkt vorverlegt. Je mehr Nutzer also das Werk kaufen, desto früher erscheint es unter CC-Lizenz. 

Zurzeit testet Unglue.it das neue Modell mit „Flatland“ von Edwin A. Abbott und Complex Predicates“ von Stefan Müller. (der Titel ist die Habilitationsschrift eines Grammatik-Professors aus Berlin). Ist das Experiment erfolgreich, wollen die Betreiber es auf andere Werke ausweiten.

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