Print bleibt erste Wahl

Auch wenn immer mehr Tablets und E-Reader angeschafft werden: Das gedruckte Format wird von den Deutschen nach wie vor bevorzugt, zeigt die aktuelle ACTA-Studie vom Institut für Demoskopie Allensbach. Je nach Zielgruppe zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede.
Die für die Buchbranche relevanten Ergebnisse der ACTA-Studie:
  • E-Book-Nutzung: Erst 8% der Deutschen (entspricht 5,83 Mio Personen) haben bereits ein E-Book genutzt. Für immerhin 23% bzw. 16 Mio käme eine Nutzung in Frage (die 8% miteingerechnet).
  • Tablet-Ausstattung: Mehr als jeder zehnte Deutsche (11%) kann im Haushalt auf ein Tablet zurückgreifen, ein Plus von 92% gegenüber dem Vorjahr.
  • E-Reader-Ausstattung:Die Zuwachsraten der E-Reader sind mit 84% nicht ganz so stark, doch besitzen inzwischen immerhin 8% der Haushalte einen E-Reader.
  • Nutzungsverhalten: Häufig werden die Geräte von mehreren Personen genutzt: Nur 42% nutzen ihr Tablet alleine, zeigt die Auswertung. Ein Viertel teilt das Gerät nur mit einer Person.
  • Ausstattung der Leser: Die Zahl der ausgesprochen Buchinteressierten, die ein Tablet oder E-Reader ihr eigen nennen oder eine Anschaffung planen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen: Waren es 2011 nur 15%, so sind es in diesem Jahr bereits 38%. Dies ist indes kein Vergleich zur technischen Avantgarde, wo der Anteil bereits bei 67% liegt (vermutlich mit Fokus auf das Tablet).
  • Formatpräferenzen: Die Tablet-Nutzer sind der digitalen Lektüre gegenüber aufgeschlossener als die Gesamtbevölkerung. 14% der Tablet-Nutzer lesen längere Texte lieber am Bildschirm (gegenüber 9% der Gesamtbevölkerung), wenngleich noch mehr mehr als jeder zweite (im Vergleich zu 64%) die Lektüre auf Papier bevorzugt.
  • Zwar bevorzugen 37% der 14- bis 29-Jährigen das Lesen von gedruckten Formaten, doch die Skepsis gegenüber der Digitallektüre ist bei ihnen nicht so ausgeprägt wie bei der älteren Zielgruppe: Während 18% der Jüngeren lieber digital lesen, sind es nur 10% der 30- bis 49-Jährigen und nur 4% der 50- bis 69-Jährigen. Die auf 100% fehlenden zeigen keine Präfenz. 

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