5 goldene Regeln für Kinderbuchverleger

Kobo will sich künftig stärker auf den Kinder- und Jugendbuchmarkt konzentrieren (hier mehr). Zur Vorbereitung hat der kanadische E-Book-Spezialist einen Blick auf die jüngsten Studienergebnisse im Buchmarkt geworfen und daraus folgende Handlungsempfehlungen für Verleger abgeleitet (hier im Original):  
  • Die Backlist wird zur Frontlist: Bücher, die älter sind als ein Jahr, repräsentieren 81% der Verkäufe im US-Kinderbuchmarkt. Verlage sollten deshalb in die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit ihrer Backlist investieren. Dies gilt auch für den E-Book-Markt.
  • Auf Serien und Fantasy-Titel setzen: 56% der 500 meistverkauften Bücher in den USA stammen aus dem Genre „Fantasy und Magie“. Auch wenn die Bestseller der „Panem“-Reihe nicht berücksichtigt werden, bleibt Fantasy das dominante Genre im Kinder- und Jugendbuchmarkt. Serientitel sind ebenfalls sehr beliebt – und gut zu vermarkten. Ein Bedarf, den die Verlage verstärkt bedienen sollten. 
  • Mit den Preisen experimentieren: 53% der über Kobo verkauften E-Books kosten zwischen 4 und 10 Dollar. Nur 17% der verkauften E-Books waren günstiger als 4 Dollar. Kostenlose oder billige Bücher seien keine entscheidenden Treiber, widersprechen die Kobo-Manager den von Amazon propagierten Marketingregeln (hier nachzulesen). Die Buchkäufer wüssten ein gutes Buch durchaus zu schätzen und seien bereit, für gute Qualität auch zu bezahlen. 
  • Vorsichtig anreichern: Auch wenn die Skepsis gegenüber Digitalformaten schwindet und es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass Kinder auf Papier besser lesen können, sind viele Eltern dem E-Book gegenüber nach wie vor skeptisch eingestellt. Insbesondere mit multimedial angereicherten Büchern sollten Verlage vorsichtig umgehen, weil die Mehrheit der Eltern glaubt, dass Zusatzfunktionen in E-Books die Kinder vom Lesen ablenken könnten. Die meisten Eltern und Kinder schätzen eher einfachere Funktionen – wie Wörterbücher,  Leseanleitungen, Markiermöglichkeiten und Notizfunktionen. In Konkurrenz mit den Angeboten anderer App-Entwickler sollten Verlage auf Qualität und ihr gutes Image setzen. 
  • E-Book-Leser lesen mehr: Von den Kindern, die E-Books lesen, berichtet jedes Fünfte, dass es mehr liest, seit es auf das digitale Format umgestiegen ist, heißt es im Scholastic Kids and Familiy Reading Report 2012. Ein Phänomen, das besonders bei Jungen zu beobachten sei. Kinder schätzen an digitalen Büchern vor allem die Möglichkeit, die Schriftgröße verändern zu können, zudem werden sie nicht von der Dicke eines Buches abgeschreckt. Von Vorteil ist auch, dass sie sich auch Textpassagen vorlesen lassen könnten. E-Books könnten deshalb auch der Leseförderung dienlich sein.

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