Smartphones am Regal

Mobiles Einkaufen wird beliebter. Und nicht nur das: Das Smartphone dient vielen Kunden gleichermaßen zur Informationsbeschaffung, beim Angebotsvergleich – und als Online-Shop. Dies dürfte auch auf den stationären Handel künftig Auswirkungen haben. Nun liegen zwei weitere Studien zum Thema M-Commerce vor.

Die von dem IT-Beratungsunternehmen Capgemini initiierte US-Studie „Digital Shopper Relevancy“ untersuchte auf Grundlage der Befragung von 16.000 Personen aus 16 Ländern die globalen M-Commerce-Entwicklungen:

  • Für 80% der Befragten ist das Internet eine wichtige Informationsquelle.
  • 56% der Personen gingen davon aus, dass sie generell eine höhere Zahlungsbereitschaft haben, wenn sie sich bereits vor dem Einkauf online informieren.
  • Unter den Befragten im Alter von 25 bis 34 Jahren gaben 48% an, dass Smartphone-Apps eine wichtige Rolle bei ihrer Kaufentscheidung spielen.
  • 67% prognostizierten vermehrte Online-Bestellungen beim Hersteller.
  • 73% glaubten, dass Produkte im Internet günstiger sind als im Geschäft.
  • 60% der Konsumenten gingen davon aus, dass Händler ihr Online- und 
  • Offline-Angebot stärker verknüpfen werden. Bis dato verstehen es die wenigsten Händler, die Kanäle zu verbinden, meint mehr als die Hälfte der Befragten.
  • 51% der befragten Verbraucher gingen davon aus, dass der stationäre Handel bis 2020 überwiegend als Showroom für Produkte dienen werde.
Deutsche Verbraucher prognostizieren einen schnellen Wandel
Die von eBay beauftragte Studie „Die Zukunft des Handels“ zeigte bei einer Befragung deutscher Online-Nutzer ähnliche Tendenzen:
  • Dass sich stationäre Geschäfte mehr und mehr zu Showrooms entwickeln, hält laut Konsumentenbefragung fast die Hälfte der deutschen Verbraucher (48%) für realistisch, ein weiteres Viertel (28%) für möglich.
  • Vor allem Ticketshops und Musikläden werden verschwinden: 72% der Verbraucher sagten voraus, Tickets in Zukunft nur noch online zu kaufen.
  • Aber auch der Buchhandel ist betroffen: Mehrheitlich sind Konsumenten bei elektronischen Medien (65%), Reisen (57%) und Büchern (55%) der Ansicht, dass sie diese nur noch online erwerben werden.
  • Dennoch werden die Ladengeschäfte nicht verschwinden, prophezeien die Experten und Verbraucher. Bestimmte Produkte wie Lebensmittel (89%), Fahrzeuge und Zubehör (85%), Möbel (85%) sowie Kleidung, Schuhe und Schmuck (78%) wird der Konsument nach geteilter Einschätzung weiterhin vor dem Kauf sehen, fühlen und testen wollen.
  • 45% der Befragten konnten sich allerdings vorstellen, in Zukunft nur noch online und mobil einzukaufen.

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