Die amerikanische Megapleite

Menetekel oder individuelle Fehlleistung? Die Megapleite des amerikanischen Buchhandelsriesen Borders sendet im Juli Schockwellen durch die globale Buchbranche. Dass ein Filialist, der zu seinen besten Zeiten mehr als 2 Mrd Dollar umgesetzt hat, sang- und klanglos mit 400 Buchhandlungen und 10 700 Mitarbeitern untergehen kann, wirft auch in Deutschland Fragen auf in einer Zeit, in der auch hierzulande die großen Filialketten ächzen.

Die Ursachenforscher pointieren die von Borders verschlafene E-Book-Revolution, CEO Mike Edwards, der vergeblich einen Käufer gesucht hat, nennt die schwächelnde Konjunktur und die von Amazon eroberten Marktanteile und vergisst dabei die handwerklichen Fehler:

  • Die chronische Liquiditätsschwäche als Folge des zügellosen Wachstums in den 90ern, die immer wieder teuer erkaufte Finanzspritzen nötig machte.
  • Die fehlende Linie, weil seit 2009 drei verschiedene CEOs, von immer neuen Geldgebern ins Haus gebracht, versucht haben, Borders nach ihren Vorstellungen umzubauen.

Das Vakuum, das Borders hinterlässt, ist groß. Noch ist nicht absehbar, in welchem Umfang Barnes & Noble, Books-A-Million und der amerikanische Indie-Buchhandel die entstandene Lücke schließen können.

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