Franzosen fürchten Wettbewerbsnachteile

Nicht nur hierzulande ist der Mehrwertsteuersatz von E-Books umstritten. In Frankreich hat der frühere Finanzminister Hervé Gaymard ein Gesetz zur Angleichung des Steuersatzes mit dem Status quo bei gedruckten Büchern vorgelegt.

Laut „Livres Hebdo“ konnte Gaymard 48 Abgeordnete dafür gewinnen, seine Gesetzesvorlage (PDF) bei der Assemblée nationale vorzubringen. Die Politiker fordern eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes digitaler Bücher auf 5,5%. Man sei sich bewusst, dass die Steuerfrage letztlich nur auf europäischer Ebene beantwortet werden könne, gleichwohl gebe es Möglichkeiten, ein solches Ansinnen auf nationaler Ebene zu regeln.    

In der Gesetzesvorlage heißt es, durch die unterschiedliche Besteuerung drohten der französischen Buchbranche Wettbewerbsnachteile im Vergleich zu anderen Ländern. Als Vorbild der Angleichung diene Japan, wo der einheitliche Steuersatz dazu geführt habe, dass sich der E-Book-Markt dynamisch entwickelt habe.

In Deutschland hate sich der Börsenverein im Juni ebenfalls für eine steuerliche Gleichbehandlung von gedruckten und E-Büchern ausgesprochen.

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