Billigpreise rechnen sich nicht

Der anhaltende Preiskrieg bei Büchern hat den britischen Buchhandel in einen „selbstzerstörerischen Kreislauf“ mit sinkenden Durchschnittspreisen, stagnierendem Wachstum und steigenden Kosten geführt. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Booksellers Association (BA) veröffentlichte aktuelle Bestandsaufnahme des britischen Buchmarktes (hier mehr).

BA-Präsident Graham Rand und Chief Executive Tim Godfray kommentierten den 93-Seiten-Report als „augenöffnende und alarmierende Entwicklung“: „Wir müssen uns jetzt fragen, ob die Branche mit ihrem Niedrigpreisniveau für Verbraucher nicht über das Ziel hinausgeschossen ist?“

Zur Veröffentlichung der „Benchmarking Study“ unmittelbar vor dem Weihnachtsgeschäft erklärte Godfray, dass sich das Timing zufällig ergeben habe, es für den Buchhandel aber nur hilfreich sein kann, „Schlüsselindikatoren“ an der Hand zu haben; zum Beispiel:

  • Die Zahl der unter dem empfohlenen Ladenpreis verkauften Bücher stieg zwischen 2004 und 2007 von 44% auf 51%; der Durchschnittsrabatt lag im vergangenen Jahr bei 20,2% (2006: 18,7%).
  • Im gleichen Zeitraum hat der Buchhandel mindestens 10% Umsatzvolumen an Supermärkte und Online-Händler verloren.

aus: buchreport.express 48/2008

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