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Freitag, 03. Mai 2013 (12:25 Uhr)


Textunes-Gründer Volker Oppmann plant E-Reading-Portal

Gegengewicht zu Amazon & Co.

Er wolle eine gemeinnützige, integrierte Plattform schaffen, die als übergreifender Marktplatz Branchenteilnehmern wie Endkunden ein Forum sowie eine wettbewerbsfähige technologische Infrastruktur bietet – was  Volker Oppmann (Foto: Bernd Große) vor Wochen im Interview mit buchreport skizzenhaft andeutete, setzt der Berliner nun um: Der Gründer von Textunes, der das von Thalia übernommene Unternehmen Ende März 2013 verließ, plant ein E-Reading-Angebot, das ein Gegengewicht zu Amazon & Co. bilden soll.

Der Ausgangspunkt von Oppmanns Projekt log.os (hier die noch frische Webseite, Claim: „Am Anfang war das Wort – jetzt kommt das Betriebssystem“) ist eine Überlegung zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf das Medium Buch: Während eine Print-Bibliothek im Wesentlichen die Summe der dort versammelten Bücher sei, fließe das Wissen der Nutzer in der digitalen Welt direkt in die Bibliotheken ein – sei es unbewusst durch die Nutzung der E-Reading-Software, welche das Nutzerverhalten aufzeichnet und analysiert, oder bewusst in Form von Anmerkungen zu Texten, die der jeweilige Nutzer mit der Öffentlichkeit teilt.

Oppmanns zentrales Anliegen ist, eben jenes Wissen, das die Nutzer selbst in Form von Anmerkungen zu Texten in die Biblkiothek einbringen, vor der Vereinnahmung durch kommerzielle Interessen zu schützen und in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, wobei er unter „Anmerkungen“ nicht nur kurze Textpassagen versteht, sondern ganze Wikipedia-ähnliche Artikel bis hin zu regelrechter Sekundärliteratur.

Das heißt, dass log.os neben Bezahl-Inhalte von Verlagen oder professionellen Autoren auch beschreibende, weiterführende oder vertiefende Open Source-Inhalten für die Allgemeinheit zugänglich und nutzbar machen möchte. 

Aktuell sondiert Oppmann, welche Rechtsform seine Organisation erhalten soll, um das Ziel der Unabhängigkeit und Gemeinnützigkeit auch dauerhaft zu sichern. Als Kapitalgeber peilt der Berliner neben öffentlichen Töpfen und Crowdfunding auch private Förderer an. Die Summe, die er dabei einwerben will, sei zum Start mindestens sechsstellig, in den Ausbauschritten kämen voraussichtlich ein bis zwei Stellen hinzu.  

Zeitplan von Oppmann: Zur Frankfurter Buchmesse soll ein Prototyp vorgestellt werden können, das Portal soll 2014 starten.



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