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Vom Bestseller zur Werkausgabe

Online
Montag, 12. Oktober 2009 (12:10 Uhr)


Holtzbrinck-Verlage starten E-Book-Offensive

Vom Bestseller zur Werkausgabe

Die von Libreka-Chef Ronald Schild erhoffte Bestseller-Offensive auf dem deutschen E-Book-Markt zum Herbst hin erhält Verstärkung: Zur Frankfurter Buchmesse starten die Holtzbrinck-Verlage Droemer Knaur, Fischer, Kiepenheuer & Witsch und Rowohlt mit einem Sortiment von rund 800 E-Titeln. Bis zum Jahresende soll die Anzahl auf 1500 Titel ansteigen. Was Schild weniger freuen dürfte: Mit Libreka hat Holtzbrinck noch nicht angebandelt.

Details zu Holtzbrincks E-Offensive:

  • Sowohl aktuelle Bestseller in der Belletristik und im Sachbuch als auch populäre Backlist-Titel und edierte Werkausgaben sollen in digitaler Form erscheinen, um die gesamte Bandbreite der Verlage widerzuspiegeln.
  • Alle Sämtliche E-Books sollen im Epub-Format angeboten werden (seit Juni 2008 bietet Droemer Knaur bereits E-Books im PDF-Format an).
  • Alle Verlage haben mit verschiedenen Partnern Verträge abgeschlossen, unter anderem mit dem Internet-Buchhändler buecher.de und dem Lesegerätehersteller txtr, die beide zur Buchmesse mit ihren Verkaufsplattformen online sein wollen.
  • Auch Libri, Umbreit und weitere Buchhändler sollen in Kürze folgen.
  • Jede Buchhandlung soll mitmischen können: über Zwischenhändler wie Libri und Umbreit oder auch direkt durch einen Anschluss an das Auslieferungssystem des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Verlagsdienstleisters (und früheren Libreka-Technologiepartners) HGV. Dieser speichert die E-Book-Daten und versieht sie mit einem DRM-Kopierschutz.
  • Die Kunden können die gekauften Titel auf ihrem Reader sowie auf fünf weiteren Lesegeräten zum persönlichen Gebrauch nutzen.
  • Pricing: Holtzbrinck will die E-Books am Ladenpreis der günstigsten gedruckten regulären Ausgabe orientieren; wenn ein Hardcover zu einem späteren Zeitpunkt als Taschenbuch erscheint, soll auch der E-Book-Preis entsprechend reduziert werden.

Nach Angaben eines Fischer-Sprechers hat Holtzbrinck bislang noch keinen Vertrag mit Libreka unterzeichnet. Gleichwohl habe man großes Interesse daran, dass die E-Books auch über Libreka angeboten werden – man sei mit der MVB im „konstruktiven Gespräch“.

Holtzbrinck ist der zweite große Buchkonzern, der in die E-Book-Offensive geht. Im August hatte Random House Deutschland 1300 E-Titel auf Libreka eingestellt.

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