Dossier zur Weltbild-Affäre
Wie sich aus einer kurzen buchreport-Meldung ein Sturm der Entrüstung über den Verkauf erotischer Bücher via Weltbild zusammenbraute, der dazu führte, dass die Kirche den Konzern (erneut) auf die Verkaufsliste setzt – das buchreport-Dossier.
Sozialtarifvertrag wird zur Kardinalfrage
In ihrem Kampf um den Sozialtarifvertrag lassen die Hugendubel-Mitarbeiter Erzbischof Kardinal Reinhard Marx keine Ruhe: Am Samstag (5.5.) marschierten die Buchhändler vor seinem Amtssitz auf. Sie fordern eine vertraglich vereinbarte Beschäftigungsgarantie. Die Mitarbeiter der Verlagsgruppe Weltbild können dagegen aufatmen. mehr...Verkaufsverhandlung mit Leitplanken
Die Verhandlungen um den Zukunftstarifvertrag bei Weltbild stehen kurz vor dem Abschluss, meldet die Gewerkschaft Verdi. Bis auf eine Detailfrage sei man sich einig. Für die Verkaufsfahrt ins Ungewisse sind die Mitarbeiter für erste gut angeschnallt. mehr...(1 Kommentar)
„Kirche wird sich von Weltbild trennen“
Die deutschen Bischöfe wollen weiterhin Weltbild verkaufen. Nach ihrer Vollversammlung in Regensburg haben die Bischöfe offiziell bestätigt, dass sie auch eine Stiftungslösung prüfen. Die wird offenbar besonders vom buchaffinen Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller (Foto) favorisiert.
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Ist „Weltbild clean“ der Ausweg?
Wenn am heutigen Montag die 68 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz zur Frühjahrs-Vollversammlung zusammenkommen, stehen offiziell vorwiegend kircheninterne Themen auf der Agenda. Und doch werden die Kirchen-Hüter in Regensburg voraussichtlich auch über neue Perspektiven von Weltbild diskutieren. Im Vorfeld der Gespräche haben sich die Mitarbeiter von Weltbild und Hugendubel noch einmal energisch zu Wort gemeldet. mehr...(1 Kommentar)
Der dritte Weg
In der kommenden Woche treffen sich die Bischöfe in Regensburg. Auf der Agenda steht einmal mehr die Zukunft von Weltbild. Angeblich sondieren die Gesellschafter des Unternehmens eine Alternative zum geplanten Verkauf.
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Knackpunkt Schutzfrist
Die dritte Tarifverhandlung bei Weltbild hat punktuell Annäherungen gebracht. Die Ringkämpfe von Gewerkschaft und Geschäftsführung rund um den Verkauf des Konzerns gehen in die nächste Runde – die könnte entscheidend sein. Kurz darauf hätten die Arbeitnehmervertreter freie Hand, den Arbeitskampf zu eröffnen.
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„Man wird sich Sahnestücke heraussuchen“
In der kommenden Woche treffen sich Gewerkschaft/Betriebsrat und Geschäftsführung zur dritten Tarifverhandlung für Weltbild. Im Video-Interview äußert sich Peter Fitz, Weltbild-Betriebsratschef, über die drohende Zerschlagung des Augsburger Medienkonzerns. mehr...(1 Kommentar)
Aufbegehren später
Während in Augsburg im Kampf um den Zukunftstarifvertrag bereits offen über Arbeitskampf diskutiert wird, herrscht in München eine auffällige Ruhe unter Mitarbeitern – obwohl sich durch den geplanten Weltbild-Verkauf auch Fragezeichen für Hugendubel ergeben. Mit der heutigen Betriebsversammlung wollten die Arbeitnehmervertreter die Kollegen mobilisieren. Doch der Funke ist noch nicht übergesprungen.
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Zdarsa will sich für Weltbild einsetzen
Im Vorfeld hatte es reichlich Unruhe gegeben. Nach zwei vergeblichen Einladungen an den Bischof hatten die WELTBILD-MitarbeiterInnen am Samstag vor dem Augsburger Dom demonstriert. Am Donnerstag schließlich lud Bischof Konrad Zdarsa VertreterInnen der Belegschaft in seine Residenz ein. Fast anderthalb Stunden dauerte das Gespräch, das die 12 Abgesandten mehr...Weiter geht's im Februar
Ein Vertrag liegt auch nach dem zweiten tête-à-tête nicht vor, dennoch zeigen sich die Verdi-Delegierten nach der zweiten Tarifverhandlung mit der Weltbild-Geschäftsführung nicht unzufrieden. Binnen zwei Wochen soll weiterverhandelt werden. Knackpunkt: Art und Dauer der Beschäftigungssicherung. mehr...„Wir wollen beim Verkauf mitreden“
Unmittelbar vor dem zweiten Verhandlungstermin über einen Zukunftstarifvertrag erhöht der Betriebsrat von Weltbild den Druck auf die Geschäftsführung. Die Arbeitnehmervertreter verlangen eigene Sitze im Aufsichtsrat. mehr...Der Riese im Schaufenster
Mit Weltbild steht der größte deutsche Buch- und Medienhändler zum Verkauf. Auslöser ist eine kleine Meldung: Zur Frankfurter Buchmesse bemerkt buchreport, dass der Erotik-Verlag Blue Panther mit der Bezugsquelle weltbild.de wirbt. Auf Nachfrage wiegelt der katholischen Diözesen gehörende Weltbild-Konzern ab. mehr...„Wir sind stark, wir sind viele“
Ein guter Auftakt, nicht mehr und nicht weniger: Dies ist das Fazit der ersten Verhandlungsrunde über einen Zukunftstarifvertrag bei Weltbild. Ob beim zweiten Termin im Januar eine Unterschrift unter dem Papier steht, steht noch in den Sternen. Dennoch präsentiert sich die Gewerkschaft zuversichtlich. mehr...„Verantwortung für die Mitarbeiter“
Bei der jüngsten Betriebsversammlung hatte sich der Bischof nicht blicken lassen, doch unmittelbar vor dem beginn der Verhandlungen über einen Tarifvertrag bei Weltbild hat sich Reinhard Marx dann doch in die Debatte ein: mit einer Botschaft an seinen Generalvikar und Weltbild-Aufsichtsratschef Peter Beer. mehr...Arbeitskampf noch vor dem Fest?
Nach Angaben von Verdi hat die Weltbild-Geschäftsführung dem Betriebsrat den Vorschlag unterbreitet, statt eines Zukunftstarifvertrages eine Betriebsvereinbarung zu schließen. Die Gewerkschaft lehnt ab. Angeblich haben schon erste Kauf-Interessenten in Augsburg angeklopft. mehr...„Wir haben aus einer katholischen Klitsche ein Milliardenunternehmen gemacht“
Im Vorfeld der geplanten Veräußerung von Weltbild erhöht der Betriebsrat
den Druck auf die Kirche. Im Interview appelliert der
BR-Chef Peter Fitz (Foto) an die Bischöfe, sich beim
Verkauf nicht „hemmungslos zu bereichern“, sondern primär die Belange
der Mitarbeiter zu berücksichtigen.Außerdem lehnt Fitz einen Verkauf an „Heuschrecken“ sowie eine Zerschlagung des Konzerns ab.
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Neuanfang der Kontrolleure
Zwei Wochen nach dem Rücktritt von Klaus Donaubauer als oberster Weltbild-Aufseher hat das Kontrollgremium seinen neuen Chef gewählt: Der Generalvikar des Erzbistums München und Freising, Peter Beer (Foto), wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gekürt. Der Stellvertreter kommt aus Regensburg. mehr...Kollektive Verteidigung
Um die eigene Schlagkraft angesichts der jüngsten Turbulenzen im Konzern zu erhöhen, verstärken Mitarbeiter-Vertreter von Weltbild und Hugendubel ihre Zusammenarbeit in einem Konzernbetriebsrat. Die Allianz soll u.a. den Zukunftstarifvertrag für alle Mitarbeiter im Konzern Weltbild/DBH durchsetzen. mehr...(4 Kommentare)
„Douglas würde sich an Weltbild verschlucken“
Trotz widriger Rahmenbedingungen und einem ersten gescheiterten Verkaufsversuch soll Weltbild nach dem Willen der Geschäftsführung und
Mitarbeitervertreter unbedingt am Stück veräußert werden. Wie realistisch ist die
Perspektive? Und wer kommt als Käufer in Frage? buchreport.de sammelt
Stimmen u.a. von Ex-Weltbild-Chef Werner Ortner, Betriebsratschef Peter Fitz, Ex-Dussmann-Chef Hartwig
Schulte-Loh und M&A-Experte Axel Bartholomäus.
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„Eine Zerschlagung hätte wenig Sinn“
Weltbild-Chef Carel Halff wehrt sich gegen die Perspektive einer Zerschlagung der Verlagsgruppe: Mit Blick auf das Multichannel-Konzept des Unternehmens sei nur der Verkauf als Ganzes sinnvoll. Auch die Arbeitnehmervertreter haben sich bei Betriebsversammlungen gegen die Filetierung ausgesprochen. mehr...„Nur passiv vorgehalten ...“
Der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen Kommerz und Konfession beim katholischen Medienkonzern Weltbild ist in den letzten Wochen hochgekocht und ist in den energisch formulierten Verkaufsbeschluss der Gesellschafter („ohne Verzug“) gemündet. Zu vieles zwischen Buchdeckeln ist nicht kirchenkompatibel. mehr...(1 Kommentar)
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Verhandlungen noch vor Weihnachten?
Der Betriebsrat der Verlagsgruppe Weltbild hofft darauf, noch vor
Weihnachten mit der Geschäftsführung über einen
Zukunftssicherungstarifvertrag zu verhandeln. Bei einer
Betriebsversammlung (Foto: Verdi) habe sich Firmenchef Carel Halff nach anfänglichem
Widerstand gesprächsbereit gezeigt. Doch der Weg zu einer Vereinbarung dürfte steinig ausfallen.
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„Lange Liste der Schrecken“
Der geplante Verkauf der Verlagsgruppe Weltbild sei die „Eskalation eines kircheninternen Richtungsstreits“,
heißt es in einer Stellungsnahme von Verdi zu den Turbulenzen in
Augsburg. Die Gewerkschaft rechnet mit einem zügigen Verkauf des
Unternehmens. Und will die Bischöfe mit einer breiten öffentlichen
Kampagne an ihre Verantwortung für die Mitarbeiter erinnern.
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„Ein sehr schmerzhafter Moment“
Nach der deutlichen Rüge durch die Bischöfe hat Weltbild-Chef Carel Halff (Foto: re.) die Verantwortung für die Turbulenzen rund um den Vertrieb erotischer Inhalte übernommen. Der Verkauf der Verlagsgruppe werde nicht vor 2013 erfolgen. Finanzinvestoren gibt Halff schon heute einen Korb. mehr...Sünder zu verkaufen
Die Verlagsgruppe Weltbild soll so schnell wie möglich verkauft werden. Bei einer außerordentlichen Versammlung haben die Gesellschafter den Aufsichtsrat aufgefordert, entsprechende Maßnahmen rasch einzuleiten. Die Geschäftsführung erntete massive Kritik und wird künftig regelmäßig zum Rapport bestellt. Im Aufsichtsrat gibt es weitere Rücktritte.
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„Melkkuh“ auf dem Weg zur Schlachtbank?
Im Vorfeld des heutigen Treffens des Rats der Deutschen
Bischofskonferenz u.a. zur Zukunft von Weltbild bringen sich die
verschiedenen Interessensfraktionen in Stellung. Der Erzbischof von Köln
Joachim Kardinal Meisner (li.) fordert den Verkauf des Medienkonzerns. Weltbild-Chef Carel Halff
(re.) versucht, die Wogen zu glätten. Und die Gewerkschaft warnt vor einem
„Notverkauf“.
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Chef-Kontrolleur wirft das Handtuch
Die Debatte über den Vertrieb von Erotik- und Esoterik-Inhalten durch
den von der katholischen Kirche gesteuerten Weltbild-Konzern hat erste
personelle Konsequenzen: Klaus
Donaubauer (Foto) ist von seiner Funktion als Aufsichtsratschef der Augsburger
Verlagsgruppe mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Die Diskussion über den Verkauf des Medienkonzerns ist offenbar auf allen Ebenen entbrannt.
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Rüge durch den Papst
Die Debatte um Pornografie bei Weltbild ist bis in den Vatikan vorgedrungen. Papst Benedikt XVI. (Foto: mit Weltbild-Chef Carel Halff) hat sich gegen die Verbreitung erotischer oder pornographischer Inhalte via Internet ausgesprochen, wohl ein Seitenhieb gegen den Medienkonzern. Die Augsburger haben ihren Erotik-Filter verschärft. mehr...(2 Kommentare)
Pleiten, Porno und Preise
In kaum einem Monat war die Zusammenstellung der meistgeklickten Artikel auf buchreport.de inhaltlich ähnlich vielfältig wie im Oktober 2011. Das Spektrum reicht vom neuen iPad-Rivalen über die Könemann-Neuausrichtung bis hin zum Erotik-Angebot bei weltbild.de. mehr...Das Weltbild-Dilemma
Die Boulevard-Presse hat die buchreport-Meldung über die Angebotspolitik des Weltbild-Online-Shops, der zahlreiche Erotiktitel im Programm führt, dankbar aufgenommen. Dass Weltbild jetzt den „Verleumdern“ mit Klage droht, ist keine kluge Entscheidung. Das eigentliche Problem wird damit nicht aus der Welt geschafft. mehr...(1 Kommentar)





















