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Zu hohe Miete

Das Aus für eine der bekanntesten Kölner Buchhandlungen: Ende März schließt die Buchhandlung König an der Breite Straße 79. Eine Kunstgalerie folgt auf das Moderne Antiquariat. Der Firmengründer selbst hat gerade seinem Nachfolger Platz gemacht.  
Als Begründung verweist Walther König auf eine Mietpreiserhöhung, die nicht erwirtschaftet werden könne, zitiert die „Kölnische Rundschau“ den 75-Jährigen. Die Buchhandlung sei vor über 30 Jahren von König eröffnet worden, einen Steinwurf entfernt von seinem ersten (1969 bezogenen) Ladenlokal an der Breite Straße 93, wo heute sein Postkartenladen sitzt. Das Stammhaus des Unternehmens ist die legendäre Kunstbuchhandlung in der Ehrenstraße.
Nach der Buchhandlung soll eine Kunstgalerie in die Räumlichkeiten ziehen.
König, am 12. Januar 1939 in Münster geboren, habe die Anteile am Unternehmen zum Jahreswechsel an seinen Sohn Franz übergeben. Viele der insgesamt 40 Standorte sind Museumsshops. Im Sommer 2013 erhielt König den Zuschlag für den Betrieb aller Shops der Staatlichen Museen zu Berlin. Im Interview mit buchreport erklärte König seinerzeit, das Museumsgeschäft sei „lukrativ, weil wir die Organisation mitsamt der nötigen Logistik schon aufgebaut haben.“ Die jüngsten Filialen, die er eröffnet habe   – im Amsterdamer Stedelijk Museum und im Münchner Lenbachhaus – seien sehr gut angelaufen.
Der Gesamtumsatz von Königs Kunstbuch­handlungen liegt bei ca. 23 Mio Euro.

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