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Volker Widmann über »Die Molche«

Volker Widmann wurde 1952 geboren. Er ist Schriftsteller, Berater von sozialen Unternehmen und Veranstalter von Konzerten mit zeitgenössischer improvisierter Musik. Er lebt in Hebertshausen im Dachauer Hinterland. „Die Molche“ (DuMont) ist sein Debütroman. (Foto: Bernhard Sturm)

In den aktuellen Frühjahrsprogrammen der Verlage finden sich zahlreiche Romandebüts deutschsprachiger Autorinnen und Autoren. buchreport stellt 12 dieser Newcomer in Steckbriefen vor. Heute: Volker Widmann.

Mein Roman in drei Sätzen

Eine Jungenbande tötet den Bruder des elfjährigen Max mit Steinwürfen. Max fühlt sich schuldig am Tod seines Bruders, weil er ihn in der Stunde seines Todes im Stich gelassen hat und einfach weggelaufen ist. Allein mit der Bewältigung seiner Schuld und dem Schmerz über den Verlust des Bruders, allein mit der Niedertracht der Bande, droht ihn diese Last zu erdrücken, wären da nicht die aufblühende Freundschaft zu zwei Gleichaltrigen und ein Mädchen, das ihm seine Aufmerksamkeit schenkt.

Mein Weg zu DuMont

Habe ich meinem Agenten zu verdanken, der sich für den Roman begeistert und ihm meinem Verlag angeboten hat.

Das Verdienst meiner Lektorin

Die Zusammenarbeit mit meiner Lektorin Annette Weber ist nicht hoch genug einzuschätzen. Ihr sicheres Urteil war eine große Hilfe für den Debütanten.

Mein Eindruck von Literaturbetrieb und Buchbranche

Ich fühle mich von meinem Agenten und meinem Verlag sehr gut aufgenommen und nach Kräften unterstützt.

Meine Lieblingsbuchhandlung

Die Autorenbuchhandlung in München.

Meine Lieblingsautoren

Jean Paul, Gustave Flaubert, Vladimir Nabokov und, und …

So lese ich

Lesen ist nicht weniger ernst zu nehmen als Schreiben. Ich schenke mir eine Tasse Tee ein, schließe die Tür, setze mich auf meinen Lehnstuhl und schlage die erste Seite auf.

Schreiben ist für mich

Schreiben ist, ganz bei sich zu sein: in einen grauen Novemberhimmel zu blicken und ein Mädchen in einen strahlenden Frühlingstag hinaustreten zu sehen.

Wenn ich nicht gerade schreibe

Gehe ich Pilze suchen, plane ein Jazz-Konzert oder verbinde alle plötzlich erkrankten Plüschtiere meiner Enkelin.

Warum haben Sie dieses Debüt ins Programm genommen?

An Volker Widmanns Debüt hat mich die sprachlich genaue Darstellung einer Welt begeistert, in der Erwachsene weder Zeit noch großes Interesse an Kindern haben und die es so gar nicht mehr gibt; der naive und zugleich unbestechlich klare Kinderblick auf die Welt der Erwachsenen.

Annette Weber, Programmleitung Belletristik

Debütanten und Debütantinnen – im buchreport.magazin 1/2022

 

 

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