Monika Maron wechselt zu Hoffmann und Campe

Zuletzt stand die vielfach preisgekrönte Schriftstellerin Monika Maron nicht nur wegen ihrer Bücher im Rampenlicht, ihr Hausverlag Fischer distanzierte sich nach Publikationen in rechts gerichteten Medien von der Autorin. Jetzt steht ein Wechsel zu Hoffmann und Campe an.

Schon im Dezember soll es bei Hoffmann und Campe (HoCa) mit neuen Titeln von Monika Maron weitergehen: Auf die Erzählung „Bonnie Propeller“ folgt der Essayband „Was ist eigentlich los?“ im April 2021. Zugleich arbeite die Autorin an einem neuen Roman, der ebenfalls bei Hoffmann und Campe erscheinen wird.

Monika Maron sagte zum Wechsel: „Heinrich Heine war meine erste literarische Jugendliebe, die nun unverhofft zu einer symbolischen Altersliebe wird. Und Hoffmann und Campe ist einer der wenigen Verlage in Deutschland, die konzernunabhängig geführt werden. Die Gespräche mit Tim Jung haben mich überzeugt – seine Pläne für die Zukunft des Verlages ganz im freiheitlichen Geist von Heine.“

„Monika Maron ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart, die mit ihrem Schaffen dem gesellschaftlichen Diskurs, der für eine lebendige Demokratie unabdingbar ist, immer wieder wichtige Impulse gibt. Zugleich wohnt Monika Marons Werk eine tiefe Menschlichkeit und poetische Eleganz inne“, begründete HoCa-Verleger Tim Jung das Engagement des Verlags. 

Monika Maron erhielt in der Vergangenheit u.a. den Kleist-Preis, den Friedrich-Hölderlin-Preis, den Deutschen Nationalpreis und den Ida-Dehmel-Literaturpreis.

Ende Oktober hatte der Fischer Verlag verkündet, sich nach 40 Jahren von der Autorin zu trennen. Grund dafür waren wohl rechte Äußerungen der Autorin. Ein Band mit Essays von Maron war im Frühjahr in der „Exil“-Reihe des Dresdner Buchhauses Loschwitz von Susanne Dagen erschienen. Die Buchreihe wird unter anderem über den Antaios-Verlag von Götz Kubitschek vertrieben, dessen „Institut für Staatspolitik“ vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

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