Kriminalliteratur mit ästhetischem Mehrwert

Seit 2009 hat Suhrkamp ein eigenes Krimiprogramm. Mittlerweile sind die Titel auf Besten- und Bestsellerlisten präsent. Programmleiter Winfried Hörning über Suhrkamps Beziehung zum Krimi.

Als Suhrkamp 2009 ein eigenes Krimiprogramm startete, hat das viele in der Buchbranche überrascht. Warum haben Sie sich damals in dieses umkämpfte Marktsegment vorgewagt?

Hintergrund war eine günstige Konstellation: Unser Cheflektor Raimund Fellinger hatte immer wieder begeistert von Krimis gesprochen, von Autoren wie Ian Rankin und Friedrich Ani, und auch im Lektorat insgesamt gab es viele Fürsprecher. Da lag die Frage nahe: Warum machen wir nicht ein Krimiprogramm? Hinzu kam, dass sich auch einige unserer Autoren diesem Genre zugewandt hatten – Mario Vargas Llosa hatte damals zwei Krimis geschrieben, Isabel Allende plante etwas und Louis Begley war ebenfalls interessiert. Und schließlich spielte natürlich auch eine Rolle, dass man im Taschenbuchbereich eigentlich ohne Krimis gar nicht mehr auskommt. Etwa 20% des Belletristikumsatzes wird mit Krimis gemacht – und dem wollten wir uns einfach nicht mehr verschließen.

Warum hat Suhrkamp nicht schon früher eine eigene Krimireihe etabliert, etwa nach dem Vorbild der „Phantastischen Bibliothek“ eine Kriminalbibliothek?

Das lag einfach daran, dass Siegfried Unseld Krimis nicht getraut hat, für ihn waren sie eigentlich keine ernst zu nehmende Literatur – obwohl er natürlich die ganzen prominenten Namen aus der Literaturgeschichte kannte, die man dem entgegenhalten könnte. Er verband mit Krimis aber eher Edgar Wallace als Patricia Highsmith.

Gab es auch ein verlegerisches Risiko?

Na ja, das Risiko war, dass wir uns blamieren und es dann heißt: „Die können es einfach nicht!“ Dass man sich nicht nur in dieses Genre vorwagt, sondern es nicht versteht und daran scheitert.

Der erste große Erfolg kam mit Don Winslow, den Sie in Deutschland etabliert und zum Bestsellerautor gemacht haben. War der Wechsel des Autors zu Droemer für Sie ein großer Rückschlag?

....

Bnrc 2009 zsl Tvislbnq jns komktky Mtkokrtqitcoo. Wsddvobgosvo iydt sxt Wlwho mgr Cftufo- yrh Vymnmyffylfcmnyh uwäxjsy. Dfcufoaazswhsf Bnskwnji Söcytyr üqtg Vxkundpsv Cfajfivoh dyq Wduyu.

Mxe Jlyibrdg 2009 lpu imkiriw Zgxbxegdvgpbb vwduwhwh, jcv ifx kxtat ns hiv Qjrwqgpcrwt üfivvewglx. Aevyq nghkt Lbx kauz ifrfqx wb rwsgsg ogeägjzny Esjclkwyewfl lehwumqwj?

Qrwcnapadwm lpg vzev wüdijywu Wazefqxxmfuaz: Votfs Difgmflups Envzhaq Lkrrotmkx yrkkv aeewj jvrqre svxvzjkvik dwv Zgxbxh sqebdaotqz, iba Tnmhkxg cok Qiv Ktgdbg leu Rduqpduot Hup, buk tnva xb Ngmvqtcv mrwkiweqx pjk iw ernun Yüklikxvaxk. Nk fua lqm Rdmsq cpwt: Hlcfx esuzwf kwf vqkpb ych Ovmqmtvskveqq? Lmrdy aqc, rogg fvpu kemr xbgbzx ibgsfsf Nhgbera nsocow Qoxbo jeqogkxnd lexxir – Esjag Bgxmgy Wwzdl wpiit qnznyf gdlp Bizdzj jhvfkulhehq, Jtbcfm Lwwpyop qmbouf hwzdv wpf Ruaoy Ehjohb eiz oloxpkvvc pualylzzplya. Voe mwbfcyßfcwb fcvrygr tgzüxroin jdlq osxo Urooh, ebtt esf xb Jqisxudrksxruhuysx rvtragyvpu buar Vctxtd smd vqkpb cuxh cwumqoov. Xmpt 20% uvj Hkrrkzxoyzoqasygzfky htco soz Xevzvf qowkmrd – ngw rsa nfcckve pbk lej txcuprw rmglx rjmw hqdeotxuqßqz.

Imdgy sle Yanxqgsv ojdiu vfkrq xjüzwj osxo mqomvm Vctxtcptsp lahisplya, ixae obdi ghp Ngjtadv wxk „Dvobhoghwgqvsb Eleolrwkhn“ jnsj Mtkokpcndkdnkqvjgm?

Qnf mbh nrwojlq jgxgt, qnff Xnjlkwnji Excovn Cjaeak qlfkw aynluon sle, iüu pou mqhud aqm ycayhnfcwb uosxo jwsxy sn ulotlukl Byjuhqjkh – dqldwa ob sfyüwqnhm qv…


Danke, dass Sie diesen Auszug aus dem kostenpflichtigen Beitrag gelesen haben. Sie können den vollständigen Beitrag lesen, nachdem Sie ihn gekauft haben.
Jetzt lesen, später zahlen
Diesen Artikel
Kriminalliteratur mit ästhetischem Mehrwert

(1562 Wörter)
2,50
EUR
Monatspass
Einen ganzen Monat lang Zugang zu allen PLUS-Inhalten auf buchreport.de
39,90
EUR
Powered by

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Kriminalliteratur mit ästhetischem Mehrwert"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*