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Gehobener Shoppingkomfort

Nachdem Einkaufscenter den Einzelhändlern in der Fußgängerzone das Leben zunächst schwer gemacht haben, werden sie jetzt selbst von Online-Händlern unter Druck gesetzt. Center-Betreiber ECE rüstet deshalb seine Konsumtempel für die veränderten Rahmenbedingungen auf und hat vor einem Jahr die Center in Hamburg (Alstertal) und Essen (Limbecker Platz) zu „Future Labs“ erklärt. Auf diesen Testfeldern wird mit technischen Entwicklungen experimentiert, das Einkaufen der Zukunft unter den Schlagworten soziale Netzwerke, Multimedia und Interaktion erforscht und am Shopping-Komfort gearbeitet. Konkrete Projekte:
  • Mobile Vorhut: Mit mehr als 40 Mietpartnern (u.a. Saturn, Bang & Olufsen und WMF) startet in Kürze „Click & Collect“. Kunden können mit ihren Smartphones über die bereits eingeführte Center-App Produkte kaufen und bezahlen. Die Ware kann am gleichen Tag oder später beim jeweiligen Händler im Center abgeholt werden.
  • Gelieferte Ware: Um die Kunden vom „lästigen Schleppen“ zu entlasten, arbeitet ECE an einem Konzept, bei dem die im Laden gekauften Waren am selben Tag von einem Logistikdienstleister nach Hause gebracht werden.
  • Vereinfachtes Parken: Mit einer kontaktlosen Parkkarte soll die Nutzung in den centereigenen Parkhäusern komfortabler werden. Kunden können die Parkkarte mit RFID-Chip hinter der Sonnenblende platzieren. Ein Sensor erkennt die Karte und öffnet die Schranke, sodass bei Ein- und Ausfahrt das Öffnen des Fensters, der Knopfdruck am Ticketgeber bzw. das Einführen des bezahlten Tickets entfällt. Auch das Anstehen am Kassenautomaten ist nicht erforderlich. Beim Ausfahren wird die Parkgebühr minutengenau abgerechnet. Das Guthaben kann online geprüft und aufgeladen werden. 
ECE bezeichnet die Shopping-Center-App „Love to shop“ als „Herzstück“ der Future Labs. Nach dem Test in Essen und Hamburg wurde sie auf weitere Center ausgeweitet. Besucher erhalten auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote der Händler sowie Informationen zu Rabattaktionen, Veranstaltungen und Service-Angeboten. Dank des sogenannten Geo-Fencings werden die Nachrichten erst angezeigt, wenn sich die Kunden dem Einkaufszentrum nähern.

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