Mercator-Verlag behält regionale Ausrichtung

Der Mercator-Verlag bekommt eine neue Inhaberin: Die bisherige Verlagsleiterin Jutta Nagels übernimmt den traditionsreichen Duisburger Buchverlag, der seit über 60 Jahren Titel zur Niederrhein-Literatur publiziert, vom Verlagshaus Wohlfarth. Das mittelständische Unternehmen, das sich seit seiner Gründung 1953 in Familienbesitz befindet, wird sich künftig ausschließlich auf sein Kerngeschäft Fachzeitschriften konzentrieren (darunter u.a. auch das Nachrichtenportal Baustoffmarkt-Online).

Weiterer Grund für die Herauslösung des Mercator-Verlags aus dem Verlagshaus Wohlfarth: Der geschäftsführende Gesellschafter Frank Wohlfarth möchte langsam etwas kürzer treten und sich und das Unternehmen auf seinen Ruhrstand vorbereiten. „In der Familie gibt es keinen, der sich für das Buchverlagsgeschäft interessiert“, berichtet Jutta Nagels gegenüber buchreport.de. „Ich führe den Mercator-Verlag bereits seit 2010 und da lag es nahe, dass ich das Kaufangebot annehme.“ Nagels wird die Verlagsarbeit weiterhin mit zwei Lektorinnen fortführen: Neben ihrer Schwester Susanne Nagels als freiberuflicher Lektorin gehört Susanne Schulten zum Team, die nach vielen Jahren als angestellte Lektorin sich nun selbstständig macht.

Eine Änderung gibt es beim Vertrieb, der ausgegliedert wird: Die Auslieferung wird zum 1. April 2017 das Auslieferungszentrum Bercker übernehmen. Dies biete ihr mehr Zeit, sich um Projekte und Kunden zu kümmern, erklärt Nagels, die nach einer Buchhandelslehre zehn Jahre als Buchhändlerin gearbeitet hat.

Der Mercator-Verlag führt etwa 170 lieferbare Titel, jährlich erscheinen ca. 15 Novitäten. Seit einigen Jahren seien die Umsätze, die im niedrigen sechsstelligen Bereich lägen, wieder leicht steigend, sagt Nagels, die an Programm und Ausrichtung nichts ändern will. „Regionalia liegen mir deshalb, weil man einen überschaubaren Kundenkreis hat und damit auch die Möglichkeit, seine Kunden besser kennen zu lernen. Außerdem ist der Mercator-Verlag seit mehr als 60 Jahren für seine regionale Ausrichtung bekannt. Daran werde ich auch nichts ändern.“

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